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Kurs: Aseptisches Arbeiten und Hygiene im Zellkulturlabor (Basis bis GMP)

Dieser Praxis-Kurs gibt Ihnen eine umfassende und anschauliche Übersicht über die Bedeutung und Umsetzung von Prinzipien der sterilen oder aseptischen Arbeitstechnik im Zellkulturlabor.

Im Theorieteil werden die Grundideen, Vorgaben und Prinzipien vorgestellt und eine System zur Entwicklung eigener Vorgaben vorgestellt. Im Praxisteil werden innerhalb eines Workshops diese Prinzipien umgesetzt und Fehlerquellen werden interaktiv und von den Teilnehmern selbst gesucht und bewertet.

Das Ziel des Kurses ist die Teilnehmer zu motivieren, systematisch und dadurch sicher zu arbeiten, zukünftig Kontaminationen zu vermeiden und kompentent beurteilen zu können, welche Maßnahmen wann sinnvoll und wann überzogen sind. Die spezifischen Inhalte des Kurses können von Forschung bis GMP Assay Labor skaliert werden.

Sterilbankprobleme

Je nach Inhalten, Gruppengrößen und vorhandenen Sterilwerkbänken, kann der Kurs zwischen 1 und 4 Tagen lang gestaltet werden. Alle Inhalte werden kundenspezifisch angepaßt.

Themen des Theorie-Seminars

  • Reinraumsysteme
  • Sterilisation und Desinfektion von Reagenzien und Equipment
  • Desinfektion von Flächen und persönliche Schutzausrüstung
  • Das Funktionsprinzip der Sterilwerkbank
  • Abgeleitete Arbeitsprinzipien als System
  • Kontaminationen
  • Mycoplasmen und Mycoplasmen-Test Kits
  • Kreuzkontaminationen
  • Sterilitätstests
  • Hygiene-relevante Geräte (u.a. Sterilbank, Inkubator) und deren Auswahl, Reinigung und Prüfung
  • SOP Workshop: sterile Arbeitstechnik
  • Hygiene und ihre Bedeutung in GMP Umfeld
  • Hygiene und ihre Bedeutung für ATMP
  • Risikoanalyse als Entscheidungsgrundlage

Alle Themen bauen im Standardkurs darauf auf, dass Teilnehmer bereits über solide Kenntnisse in der Zellkultur verfügen und auch bereits mit Zellkulturen gearbeitet haben. Bei Bedarf kann das Niveau jedoch auch auf Anfänger oder Fachfremde ausgelegt werden. Auch eine Kombination mit Zellkultur Grundkursen ist möglich.

 

CO2 - Homogenität Inkubator

 

Themen der Praxis-Schulung

  • Workshop Ordnung und Positionierung in der Sicherheitswerkbank
  • Workshop Handhabung von speziellem Material in der Werkbank
  • Praxis Trouble Shooting und Feed-back während der Handhabung
  • Der Praxisteil kann auch mit Routinemethoden verknüpft werden
Im Praxisteil geht es darum, Fehlerquellen bei der praktischen Durchführung zu finden, Verbesserungspotential zu identifizieren, aber auch bewußter mit Routineprozessen umzugehen, da meist besonders die erfahrenen und fortgeschrittenen Mitarbeiter aus diese Dinge nicht mehr achten.

 

Diese Inhalte werden bei In-house Kursen je nach Bedarf und Kundenwunsch angepaßt, ergänzt und gekürzt. Weitere Themen könnten z.B. sein

 

Dauer der Fortbildung

Je nach Kundenvorgabe kann der Kurs auf 1 bis 4 Tage zugeschnitten werden. Bei längeren Kursen können akute Probleme oder labor-spezifische Methoden als Workshop bearbeitet werden, um ein intensiveres trouble shooting zu erreichen. SOPs, Formblätter oder andere gelenkte Dokumente können auf Grundlage einer Geheimhaltungsvereinbarung durchgesprochen, kontrolliert und verbessert werden. Der Praxisteil der Fortbildung kann nach Absprache auf die Assays die sie durchführen abgestimmt werden, wodurch Fehlerquellen gemeinsam und schnell analysiert werden können. Ihre besonderen Wünsche und Anforderungen besprechen wir vorab in einem zwanglosen und unverbindlichen Telefonat. Unsere Kontaktdaten finden Sie hier.

Zielgruppe

Dieser Kurs ist ausgerichtet auf das Laborpersonal, das bereits mit Zellkulturen arbeitet oder angelernt werden soll. Grundlagen des Pipettierens etc. werden nur insoweit vermittelt als das sie direkten Einfluss auf die Sterilität haben. Erfahrung an der Sterilbank sollte als Grundlage vorhanden sein. Wenn komplette Neueinsteiger angelernt werden sollen, kann jedoch das Seminar und der Praxisteil entsprechend angepasst werden.

Termine und Preise

Bitte kontaktieren sie uns per mail oder telefonisch, dann erstellen wir Ihnen ein individuelles Angebot, das sich nach den Inhalten und der Dauer des In-house Kurses richtet. Bereits ab 4-5 Teilnehmern ist ein In-house-Kurs günstiger als die individuelle Schulung ihrer Mitarbeiter durch die Teilnahme an offenen Fortbildungen. Den Termin der Schulung sprechen wir natürlich mit Ihnen ab. Generell kann ein Kurs innerhalb von 4-8 Wochen nach dem Erstkontakt bei Ihnen durchgeführt werden. Unsere Kontaktdaten finden Sie hier.

Die Kursgebühr beinhaltet die Schulungsunterlagen im Farbdruck, ein Teilnahmezertifikat sowie die Reise- und Hotelkosten der Dozentin.

Dozentin

Dr. Nicole Kühl hat an der TU Karlsruhe und der Universität Bremen Biologie studiert. Sie promovierte 1999 als Zell- und Molekularbiologin im Themengebiet Zellzyklus und Hitzeschockproteine. Anschließend wechselte sie an das Akademische Krankenhaus Groningen, Niederlande. Dort spezialisierte sie sich auf therapieorientierte Fragestellungen zum Thema Multiple Sklerose und begann mit primären Gliazellen zu arbeiten. Diese Forschung setzte sie auch an der Jacobs University Bremen fort, wo sie ab 2003 eine eigene Arbeitsgruppe hatte und als Dozentin im Hauptfach „Biochemistry and Cell Biology“ unterrichtete. Von 2008 bis 2011 war Dr. Nicole Kühl die Leiterin der PromoCell Academy und Dozentin für Zellkulturkurse. Seit 2012 ist sie als selbstständige Dozentin und Beraterin im Bereich Zellkultur QM und GMP tätig und betreibt die Zellkulturwebsite www.InCelligence.de. Dr. Kühl ist Mitglied im DIN Arbeitskreis Biorektoren für das Tissue Engineering. Dr. Nicole Kühl in einem Video aus unserem MOOC finden sie hier.