Menu

Zellkultur-Plastik generelle Übersicht

Plastik ist gleich Plastik?

Möchte man denken, aber so ist es nicht!

Je nach Hersteller unterscheidet sich das Ausgangs-Material dieses Zellkultur-Verbrauchsmaterials zwar meist in der chemischen Zusammensetzung nicht (alle Zellkultur-Faschen, Multiwells und Zellkultur-Schalen für adhärente Zellen sind aus Polystyrol und nur wenige haben Beimischungen aus z.B. Polyethylenterephthalat), aber die Bearbeitung, Modifikationen der Oberflächen und die Verunreinigungen unterschieden sich grundlegend. Auch die einzelnen Formate wie Zellkultur-Schalen, -Flaschen und -Multiwellplatten eines Herstellers können sich von einander unterscheiden.

Zellkultur Verbrauchsmaterial von Eppendorf

 

Testen Sie ihr Wissen in unseren Quizzen

Testen Sie sich selbst! Was wissen Sie schon über Zellkulturplastikware ?

Wenn Sie das Quiz beendet haben, bekommen Sie Ihre Punktzahl genannt. Über Review Quiz können Sie sich die richtigen Antworten anzeigen lassen. Hintergrund-Informationen finden Sie auf den jeweiligen Themenseiten.

Weitere Quizze zu anderen Themen aus dem Bereich Zellkultur und darüber hinaus finden sie auf unser Quizseite.

Quiz

 

Oberflächen-Eigenschaften im Vergleich:

Polystyrol ohne weitere Modifikation ist als Zellkulturplastik zur Adhäsion von Zellen in Flaschen, Schalen und Multiwell-Platten nicht ausreichend, weil es zu hydrophob ist und die Zellen darauf schlecht adhärieren können. Daher behandeln alle Hersteller ihre Flaschen, Schalen und Multiwellplatten mit Plasma (ionisiertem Gas). Dadurch entstehen - je nach Hersteller und Rezept - folgende physikalisch-chemischen Oberflächenmodifikationen bei Zellkultur-Plastik:

  • Aufrauhung und Oberflächenvergrößerung durch physikalische Behandlung
  • überwiegend positive Ladungen (z.B. Amine)
  • überwiegend negative Ladungen (z.B. Carboxygruppen)
  • positive und negative Ladungen
  • polare Gruppen (z.B. Hydroxyl-, Amide, Ester, Carbonylgruppen)
  • hydrophobe Oberflächen (für z.B. Suspensionszellen)

Polystyrol

Strukturformel Polystyrol

Oberflächenmodifikationen Oberflächenmodifikationen von Zellkulturplastik

Klassifikation

Aufrauhung

Positive Ladungen

Negative Ladungen

Positive und negative Ladungen

Polare Gruppen 

Wenn bei der Plasmabehandlung etwas schief geht, minderqualitative Werkzeuge verwendet werden oder der Hersteller keine gute Qualitätskontrolle hat, dann kann dies dazu führen, dass Teile der Zellkultur-Flasche oder des Multiwells keine homogene Oberfläche aufweisen. Natürlich macht die Qualitätskontrolle gute Produkte auch etwas teurer, aber dafür haben wir weniger Variationen in unseren Kulturen und damit auch den Ergebnissen.

HeLa Zellen ca. 200x HeLa Zellen ca. 200x
HeLa Zellen auf inhomogenem Plastik HeLa Zellen auf inhomogenem Plastik extrem

Oberflächen Homogenität Hersteller-Vergleich im Praxiskurs

In unserem Kurs Zellkultur Bioassays testen wir Platten unterschiedlicher Hersteller im praktischen Teil, damit sich die Teilnehmer selbst überzeugen können, wie groß die Unterschiede bei der Verdunstung und Homogenität sind. Einige Ergebnisse solcher Tests haben wir im Folgenden aufgeführt. Allerdings sind dies Teilnehmerergebnisse von Anfängern, es kommen also auch Misch- und Pipettierfehler als Faktoren für eine falsche Verteilung hinzu. HEK Zellen wurden in einer Dichte von 30.000 Zellen pro well ausplatiert (sehr hohe Zellzahl), einen Tag inkubiert und am nächsten Tag mit Kristallviolett gefärbt. Da die Zellen sich dabei blau bis violett anfärben, kann man sagen: je blauer desto mehr Zellen sind im well oder im Bereich des wells adhäriert. Keine der Platten war im Außenbereich befüllt, um den Edgeeffekt zu vermindern.

Kursergebnis: Platte 1 Kursergebnis: Platte 2 Kursergebnis: Platte 3
Multiwell Platte Greiner Multiwell Platte TPP Multiwell Platte Eppendorf
Multiwell Platte Greiner Multiwell Platte TPP Multiwell Platte Eppendorf

 

Multiwell-Platten, Belüftung, Verdunstung und Edgeeffekte

Ein weiterer Punkt - der bei der Auswahl von Multiwell-Platten oft übersehen wird - ist, dass die Konzipierung besonders von Zellkultur-Schalen und Multiwell-Platten die Anheftung und auch die generelle Verteilung von Zellen in den Wells oder in der Schale beeinflussen kann. In Multiwell-Platten ist dies im Vergleich besonders problematisch, weil meist die äußeren Wells völlig andere Messergebnisse bringen und damit die Standardabweichung des Assays stark vergrößert wird. Dies kann man wunderbar in den unten gezeigten Kristallviolettfärbungen von zwei 96er Platten sehen. Hierbei wurden einfach die ausplatierten Zellen fixiert und mittels Kristallviolett blau bzw. lila angefärbt. Je dunkler die Farbe, desto mehr Zellen sitzen in der jeweiligen Region.

Kombination aus Oberflächen und Edgeeffekten Kombination aus Oberflächen und Edgeeffekten
Oberflächen und Edgeeffekte Oberflächeneffekte und Edgeeffekte

Wenn man Platten länger als zwei Tage im Inkubator stehen lässt, lässt sich die Verdunstung in den äußeren Wells bereits erkennen. Besonders deutlich wird die Verdunstung aber, wenn man die Platte für 5 Tage inkubiert. Ein Ergebnis eines solchen Tests sieht man in der Darstellung unten. Die verdunstete Flüssigkeit ist in % angegeben. Wenn man die Höhe der Verdunstung und die Muster in den unterschiedlichen Platten vergleicht, kann man sich vorstellen, wie stark die osmotischen Effekt sind, die die Zellen in den äußeren Wells beeinflussen.

Edgeeffekte in einer Studie von Eppendorf
Multiwell Platten Edgeeffekte

In vielen Bioassay-Laboren werden diese Effekte dadurch vermieden, dass die äußeren wells nicht genutzt werden. Dies bedeutet jedoch, dass ca. 30% der Platte "verschenkt" werden. Eine andere Variante ist, dass man eine Folie verwendet, die die Verdunstung verhindert. Dies hat aber auch Auswirkungen auf den Gasaustausch. Die dritte Variante ist die Verwendung einer Feuchtekammer, was jedoch recht aufwendig und kontaminationsfördernd ist. Eppendorf hat seine Multiwell Platten so konzipiert, dass man zwei deutlich elegantere Varianten hat, um die Edgeeffekte zu verringern oder zu vermeiden. Wie man in den beiden Bildern unten sehen kann, besteht die Möglichkeit mit einmaligem Pipettieren den nur den äußeren Rand zu befüllen oder in einem zweiten Schritt zusätzlich den gesamten Interwell-Zwischenraum. Diese Befüllung setzt den Edgeeffekt fast vollständig herab. Platten anderer Hersteller erlauben dies zum Teil gar nicht, weil die wells miteinander verbunden sind und man daher alle Zwischenräume einzeln befüllen müsste.

Eppendorf Multiwell: Füllung nur außen Eppendorf Multiwell: Interspace gesamt gefüllt
Multiwell plate with outer ring filled Multiwell plate interspace filling

Wer weitere Bilder oder Reports zu diesem Thema sucht, findet bei Eppendorf das Whitepaper hierzu, zu den Multi-Wellplatten weitere Bilder und hier eine Studie von Thermo Scientific.

Verdunstungs-Schnellexperiment (Extrembedingungen) im Kurs

In unserem Kurs Zellkultur Bioassays testen wir Platten im praktischen Teil, damit sich die Teilnehmer selbst überzeugen können, wie groß die Unterschiede bei der Verdunstung und Homogenität sind. Einige Ergebnisse solcher Tests haben wir im Folgenden aufgeführt. In diesem - wegen der kurzen Dauer der Kurse - verkürzten Verdunstungsexperiment zeigt sich deutlich, dass die Platten unterschiedlich anfällig sind. Mit Abstand am besten hat hier die Eppendorfplatte mit befüllbarem Außenrand abgeschnitten. Die anderen Platten waren außen nicht befüllt, wären teilweise durch das Design aber auch nicht befüllbar.

Kursergebnis: Platte 1 Kursergebnis: Platte 2 Kursergebnis: Platte 3
Multiwell Platte Greiner Multiwell Platte TPP Multiwell Platte Eppendorf
Multiwell Platte Greiner Multiwell Platte TPP Multiwell Platte Eppendorf

 

Mikroskopierbarkeit von Multiwell-Platten

Ein weiterer Faktor der oft übersehen wird ist die Mikroskopierbarkeit von Zellen in Multiwell-Platten. Meist versucht man es gar nicht, weil man sowieso kaum etwas sehen. Allerdings hängt auch diese vom Hersteller und der Verarbeitung des Materials ab. Während die Planarität (Ebenheit) des Materials beeinflusst, ob man dauernd neu fokussieren muss, hängt die Sichtbarkeit und Mikroskopierbarkeit von Zellen vor allem in Multiwell-Platten auch davon ab, wie diese behandelt sind. Wie man in den Abbildungen sehen kann, bilden sich in nicht optimierten Platten in den wells tiefe Meniscen. Durch die veränderte Lichtbrechung kann man deshalb in den meisten Platten nur in einem sehr kleinen Bereich etwas sehen und meist auch eher unscharf. Durch eine optimierte Behandlung wie hier an Eppendorfplatten dargestellt, kann dies verhindert werden und die Zellen sind dann selbst in einer 96-well Platte gut zu mikroskopieren.

Meniscen in Multiwells Mikroskopierbarkeit in 96-well Platten
Multiwell plate meniscus Multiwell Mikroskopierbarkeit

Wer weitere Bilder oder Reports zu diesem Thema sucht, findet bei Eppendorf das Whitepaper hierzu und bei Wellplate weitere Bilder.

In unserem Kurs Zellkultur Bioassays testen wir Platten im praktischen Teil auch in Bezug auf die Mikroskopierbarkeit, damit sich die Teilnehmer selbst überzeugen können, wie groß die Unterschiede sind. Im Folgenden sind einige Bilder aus einem solchen Test dargestellt. Die oberen beiden Reihen zeigen Phasenkontrastaufnahmen der lebenden Zellen (HEK293) bei 400x. Die untere Riehe zeigt Kristallviolett-gefärbte HEK Zellen, ebenfalls bei 400x. Diese Bilder wurden mit einem Axiovert und einer MRC 5 von Zeiss gemacht. Das gute Mikroskop und die neue Kamera mit hoher Auflösung tragen natürlich auch zur Qualität der Bilder bei. Auch hier zeigt sich zwischen der Eppendorfplatte (3) und den beiden anderen Platten ein deutlicher Unterschied.

Kursergebnis: Platte 1 Kursergebnis: Platte 2 Kursergebnis: Platte 3
Multiwell Platte Greiner Multiwell Platte TPP Multiwell Platte Eppendorf
Multiwell Platte Greiner Multiwell Platte TPP Multiwell Platte Eppendorf
Multiwell Platte Greiner Multiwell Platte TPP Multiwell Platte Eppendorf

 

Plastikware Herstellerwechsel

Bei einer Umstellung auf einen anderen Anbieter von Zellkultur-Flaschen, -Schalen oder -Multiwells sollte man also immer darauf achten, wie sich die Zellen auf dem neuen Plastik verhalten. Oft brauchen die Zellen auch etwas Zeit, um sich an eine neue Plastik-Oberfläche zu gewöhnen. Man sollte Ihnen also Adaptationszeit geben.

Außerdem ist es immer gut einen zweiten Lieferanten für alle Formate vorab zu testen, falls die eigentliche Bezugsquelle mal Lieferschwierigkeiten hat.

 

Flaschen und Multiwell-Platten von unterschiedlichen Herstellern

Außerdem sollte man überlegen, ob man nicht immer Schalen, Flaschen und Multiwells eines Anbieters kauft. Ansonsten müssen sich die Zellen beim Wechsel der Formate - also nach der Kultur in Flaschen bei der Umsetzung in Multiwells - erst auf die neue Oberfläche einstellen. Dies kann die Proliferationspause nach dem Umsetzen verlängern und die Assayergebnisse verändern. Keinesfalls sollte man davon ausgehen, dass man die Stammkultur in unterschiedlichen Flaschen kultivieren kann, ohne Unterschiede in der Prolifartionsrate zu erzeugen. Solche Wechsel sollten generell vermieden werden.

 

Change control cell culture

 

Beschichtung von Oberflächen der Plastikware (coating)

Für Primärzellen und manche Spezialgebiete bei der Kultur von Zelllinien, verbessert man die Anheftung, das Wachstum (Proliferation) und die Differenzierung von Zellen durch eine Beschichtung (coating) der Schalen oder Flaschen. Die Beschichtung verändert die Adhäsion über verschiedene Mechanismen:

  • unspezifische proteinäre Bindungspartner (Gelatine, nur noch selten genutzt)
  • künstliche Ladungen (Poly-D-Lysin, Poly-L-Lysin, Poly-D-Ornithin)
  • evtl. rezeptorvermittelte Bindung an kurze synthetische Peptide die Bindungsstellen von Collagen oder Fibronektin beinhalten
  • rezeptorvermittelte Bindung (echte Matrixproteine wie z.B. Fibronektin, Kollagen I und IV, Laminin)

Die Poly-Aminosäuren (PLL, PDL und PDO) werden synthetisch hergestellt. Die ECM-Proteine (extrazelluläre Matrix) sind bisher meist immer Isolate aus tierischen Geweben. Die synthetischen Peptide gibt es bisher nur als vorgecoatete Schalen und Flaschen von BD.

Die Beschichtung mit Poly-Aminosäuren und Matrixproteinen kann im eigenen Labor vorgenommen werden (günstiger, variabler, zeitintensiver) oder man kauft bereits beschichtete Zellkulturgefäße (s.u.).

PLL Struktur

 

 

Fibronektin Struktur

 

Zellkultur-Schalen und -Flaschen
für serumfreie oder animal-component-freie Zellkultur

Einige neue Oberflächenmodifikationen, die meist von den Herstellern nicht näher erläutert werden, scheinen die serumfreie Zellkultur zu unterstützen. Wenn man mit Serumersatz arbeitet, ergibt sich oft die Notwendigkeit Schalen und Flaschen für die Zellkultur zu beschichten (coating). Dies ist teurer und zeitintensiver. Das größte Problem ist jedoch, dass die Beschichtungsproteine meist wieder tierischer Herkunft sind oder als rekombinante Proteine extrem teuer. Im Bereich der TEP und ATMP lohnt es sich daher immer diese neuen Modifikationen zu testen (s.u.).

 

Schalen, Flaschen, Multiwell-Platten und Einwegreaktoren für Zellkultur unter GMP

Unter GMP sind die Ansprüche an das Zellkultur-Plastik höher. Man sollte immer einen zweiten Anbieter testen, damit man einen möglichen Ersatz hat, wenn der Erstanbieter mal Lieferschwierigkeiten haben sollte. Damit die Assays auch dann ohne Zeitverzögerung klappen, muss man vorher ein geeignetes Ausweichmaterial festgelegt haben.

Falls in der Zellkultur Zellen oder Gewebe produziert und kultiviert werden, die als ATMP (advanced therapy medicinal product) oder TEP (tissue engineering product) eingesetzt werden sollen, muss man sich auch mit sogenanten lechables und extractables, pyrogene, Biocompatibilität und dem Sterilitätslevel (SAL) befassen.

Skin model

Aus dem Plastik können Stoffe austreten oder gelöst werden. Diese können von den Zellen oder Geweben aufgenommen und mit diesen dem Patienten zugeführt werden. Dies würde unter Umständen eine Schädigung auslösen. Daher gibt es auch hier Richtlinien und Grenzwerte. Gute Hersteller von qualitativ hochwertigem Plastik haben daher Zertifikate zu leachables und extractables. CE-gekennzeichnete oder für IVF-zugelassene Plastikware ist bisher meist unbehandelt und für adhärente Zellen daher nicht gut geeignet.

 

Anbieter von Zellkultur-Plastikware

Es gibt zahlreiche Anbieter von Zellkultur-Plastik. Hier gilt: das teuerste Zellkulturplastik muss nicht immer auch für Ihre Linie oder Ihre Primärzellen das Beste sein. Ausprobieren lohnt sich bei Primärzellen immer, bei Zelllinien kann man mit dem Plastik, das man schon im Labor hat, anfangen und testet nur, wenn man damit Probleme hat bzw. um einen Back-up Lieferanten zu finden.

Für Zellkultur unter GMP sollte man immer darauf achten, einen Anbieter zu wählen, der möglichst in Europa produziert, weil hier meist höhere Qualitätsstandards angelegt werden und man sich so unangenehme Überraschungen erspart.

 

Kurzübersicht Anbieter

In der letzten Spalte ist als Vergleichsgrundlage der Preis für 1 Zellkulturflasche 75cm2 in der kleinsten Verpackungseinheit mit Oberfläche für adhärente Zellen, Schräghals, mit Filterdeckel angegeben, soweit wir diese erhalten haben. Alle Preise sind unverbindliche Listenpreise (Stand 2017-05).

BD Life Science Produkte. Diese Seite ist etwas umständlich und es sind auch nach Registrierung keine Preise online, für diese daher lieber über VWR Zellkulturprodukte, Preise online. 1,45 bis 1,92 Euro über VWR
Brand Zellkultur Multiwell-Platten und Inserts für Co-Kultur. n.a.
Corning  Länderauswahl. Die Seite ist umständlich aufgebaut, Preise in Dollar online. Preise findet man auch über Omnilab Shop. Suche ist nicht ganz einfach, aber Preise in Euro online. 1,68 bis 2,45 Euro je nach Flaschenart z.B. bei Faust, OmniLab oder VWR
Eppendorf AG Zellkultur-Plastik: Multiwells und Schalen. Seit kurzem weitet Eppendorf seine qualitativ hochwertigen Laborconsumables auch auf die Zellkultur aus. Sehenswert ist auch das neue 5mL Eppi sowie das 5mL Zentrifugenrährchen. 1,23 Euro
Faust Lab Science GmbH (TPP) Vertreibt alle TTP-Produkte wie Flaschen, Schalen, Multiwells, Röhrchen etc. in Deutschland. TPP ab 1,00 Euro, aber auch Nunc, Sarstedt, Corning jet Bio,
Greiner Bio-one Produkte, Preise nur nach Registrierung online einsehbar oder bei Händlern. 1,25 bis 3,35 Euro je nach Oberfläche
Nunc (Thermo Scientific)  Zellkulturprodukte, Vertrieb nur über Distributoren z.B. Faust Lab Science Zellkultur, VWR Zellkulturprodukte, Preise online. 1,44 Euro über Faust, 1,84 bei VWR
Porvair Sciences  Zellkulturprodukte, Preise online. 0,88 Euro
Sarstedt  Hauptseite. Detaillierte Infos findet man in pdfs, Preise nur telefonisch, auch ohne Registrierung.  0,80 bis 1,06 Euro je nach Oberfläche bei Faust
TPP TPP vertreibt Zellkulturflaschen etc. in der Schweiz direkt und im Ausland über Händler. bei Faust ab 1,00 Euro
VWR  Vertreibt u.a. BD, Nunc unter VWR Zellkulturprodukte, Preise online.  1,45 bis 1,92 je nach Händler z.B. Faust

 

Eppendorf

Nachdem wir Eppendorf seit Jahren als Lieferanten von qualitativ hochwertigem Verbrauchsmaterial kennen, hat Eppendorf nun auch mit der Produktion von Zellkultur-Verbrauchsmaterial begonnen. Wie gewohnt sind dies extrem gut durchdachte Produkte, die qualitativ hochwertig sind. Wer sich von der Motivation und den verbesserten Eigenschaften überzeugen möchte, kann dies vor einem Test schon mal in den folgenden Dokumenten tun: Verschiedene Produkt-Videos, zwei Application notes (zu den cell culture consumables und der Mikroskopierbarkeit, sowie zum Edgeeffekt) und die Testergebnisse für verschiedene Zelllinien auf den Eppendorf Flaschen, schalen oder Multiwells.

Produktionsorte Alle Tubes, Schalen und Multiwells werden in Oldenburg (i.H.) hergestellt

Cell culture consumables family

Zellkultur Verbrauchsmaterial von Eppendorf

EPP Plate formats

EPP cell culture flasks

EPP flask caps

Dish - corrugated handling ring

QMS ISO9001:2008 und für Geräte auch ISO13485:2007
Rohstoffe PS: USP class 6
Produkte

Zellkultur-Schalen, Flaschen, Multiwellplatten, Eppicaps und Tubes, neu der 5mL Eppi. Kryoröhrchen werden demnächst auch im Programm sein.

Oberflächen Bisher keine Angaben vorhanden.
Preisniveau Mittel bis hoch.
Zellen Die Flaschen, Schalen und Multiwells wurden für verschiedene Zelllinien (u.a. CHO-K1, HEK293, Cos-7, HeLa, LnCaP, MCF-7, HepG2) und für einige Primärzelltypen (hMSC, hHUVEC, hChondrozyten, Astrozyten (Ratte)) getestet. Hierzu gibt es jeweils eine Application note.
Bekannte Vorteile
  • Alle Produkte: Homogene Oberflächenbehandlung
  • Multiwell: Spezielles Design um Edgeeffekte zu minimieren
  • Multiwell: Wells sind so ausgelegt, dass man Zwischenräume einfach befüllen kann, um Verdunstungseffekte zu minimieren
  • Multiwell: Verbesserte Durchsichtigkeit für Mikroskopie
  • Multiwell: Gute Lesbarkeit der Reihenbeschriftung für Assays
  • Schalen: Deutliche Absetzung des Deckels vom Unterteil zur Vermeidung von versehentlicher Abnahme des Deckels bei Stapelbearbeitung
  • Flaschen: Leichte Zugänglichkeit für die Zellernte
  • Flaschen: Deckel kantig, um das Umherrollen zu vermeiden

Die 5mL Varianten der Zentrifugenröhrchen von Eppendorf sind eine absolut tolle Erweiterung. Sie helfen Kontaminationen zu vermeiden und sparen Müll:

    

Webseite Zellkultur-Verbrauchsmaterial, Flaschen, Multiwells und Schalen.
 

 

 

TPP (über Faust Lab Science in Deutschland)

Produktionsort Gesamtproduktion in der Schweiz

TPP Logo
TPP kleine Bioreaktoren

TPP Bioreaktor mit Septum

TPP Zellkultur-Flaschen

TPP Zellkultur-Schalen

TPP Zellkultur-Mulitwell-Platten

TPP Kryoröhrchen

TPP serologische Pipetten mit Reservoir

TPP Zentrifugenröhrchen

TPP Zellkultur-Flaschen mit Abreißfolie

TPP Zellkultur Flachröhrchen

TPP Mikroskopie Flasche

TPP Pipettor

TPP Zellkultur Zellschaber

TPP Gestelle und Boxen Zellkultur

TPP Zellkultur Sterlfilter

TPP-Zellmessröhrchen Easy Read

QMS

QM-System nach EN ISO 9001:2015 zertifiziert.

Freiwilliges Einhalten der cGMP Richtlinien.
Rohstoffe

PS: Hochwertiges, reines Rohmaterial

  • Frei von Trennmitteln, Weichmachern oder Schwermetallen
  • Enthält keine tierischen Bestandteile und ist daher frei von TSE/BSE
  • Erfüllt die Vorgaben der USP Klasse VI und der Richtlinen 2007/47 EC

PP: Hochwertiges, reines Rohmaterial

  • Frei von Trennmitteln, Weichmachern oder Schwermetallen
  • Enthält keine tierischen Bestandteile und ist daher frei von TSE/BSE
  • Erfüllt die Vorgaben der USP Klasse VI und der Richtlinen 2007/47 EC

PE: Hochwertiges, reines Rohmaterial

  • Frei von Trennmitteln, Weichmachern oder Schwermetallen
  • Enthält keine tierischen Bestandteile und ist daher frei von TSE/BSE
  • Erfüllt die Vorgaben der USP Klasse VI und der Richtlinen 2007/47 EC

 

Zytotoxitität: Produkt wurde repräsentativ gemäss ISO 10993-5, USP Kapitel 87 geprüft und weist keine Zytotoxizität auf.

 

RNA/DNA / RNAse/DNAse: Frei von nachweisbarer RNA/DNA, RNAse/DNAse und ATP.

 

Endotoxine: Frei von nachweisbaren Endotoxinen (Pyrogenen).

 

Pipetten: Nicht haemolytisch.

 

Sterilität: TPP Ware wird ausschliesslich steril verkauft. Sterilisationsprozess validiert gemäß ISO 11137-1:2006. SAL 10^3 bei normalem Plastik und 10^6 für B3 Produkte.

 

Qualitätszertifikate: Zertifikate herunterladbar auf: www.tpp.ch.
Produkte

Zellkultur-Flaschen

Zellkultur-Schalen

Zellkultur Multiwell-Platten

Flaschen mit Abreißfolie

Bioreaktoren und Reaktor-Tubes

Spezialkulturröhrchen für geringe Zellzahlen

Mikroskopier-zubehör, Flaschen mit Obejektträger-Glasboden

Kryoröhrchen

Zellschaber

Gestelle für Zenrtifugenröhrchen

Boxen

Steril-Filter

Oberflächen

Opto-mechanische Bearbeitung für optimale Zelladhesion und dadurch beste Proliferationsrate, niedrige Proteinbindung.

Zur optimalen Oberflächenbehandlung gehört auch:

  • Höchste Hochglanzpolitur (Rauheit = RA-Wert) der Spritzgiessformen.
  • Optimale Verfahrenskombination (Material, Druck, Zeit, Weg, Geschwindigkeit).
  • In-Line Produktion.
  • Selektive Behandlung (z.B. nur am Kalottenboden).
  • Keine Trübung der kristallklaren Oberfläche.
  • Sehr hohe Reproduzierbarkeit seit 50 Jahren
Bechichtete Gefäße  Keine.
Spezialgefäße

Clipmax: Spezieller Objekttäger, geeignet für Färbungen und Immunfluoreszenz, resistent gegenüber Lösungsmittel.

Kulturröhrchen für kleine Zellzahlen.

Preisniveau  Niedrig.
Zellen

Spezifisch wurden vom Hersteller keine Zellinien gestet, Qualitätstests mit L929 Mouse Fibroblasten zeigen regelmässig optimale Resultate.

Application notes über die lokalen Händler erhältlich.
Bekannte Vorteile
  • Höchste Qualität mir vollständiger Reproduzierbarkeit seit 50 Jahren
  • Verlässlicher Partner
  • Direkter persönlicher Kundenkontakt und dadurch Trouble-Shooting
  • Custom made Produkteentwicklung
  • Spezielle Produktion in Reinraumzellen
  • Filtermembran in Deckeln ist hydrophob (wasserabweisend)
  • Zwei Beschriftungsfelder
  • Schalenboden mit "Uhrzeit"-Markierung 3, 6, 9, 12 zur leichteren Dokumentation

 

 

Spezielle Produkte:

  • Zellkulturflasche mit Aufreiss-Folie
  • Zellkulturflasche mit wieder-verschliessbarem Deckel
  • Clipmax
  • Zellkulturflachröhrchen
  • Erste quadratische Vakuum-Einheit
  • Erster Bioreaktor 50, 450, 600 mL
  • PCV Zellmessröhrchen mit Easy-Read
  • Serologische Pipette mit Reservoir
  • Zellkulturschalen mit Chronozeitsystem im Schalenboden und Griffring
  • Zellkulturröhrchen mit Volumenanzeige bis in den Konus
  • Erster Anbieter mit Beschriftungspunkt auf Deckel
  • Demontierbares Röhrchen-Rack
  • 3-B Produkte für „Reinraum“

 

Qualitäts-Zertifikate können ohne Registration durch Eingabe von Produktnummer und passender Lotnummer auf www.tpp.ch generiert und ausgedruckt werden.

cGMP: TPP hält sich freiwillig an die Anforderungen von cGMP.
Bekannte Nachteile Gute Qualität ist niemals beim billigsten Produkt gegeben.
Weitere Informationen Flyer, Broschüren und Anwendungsanleitungen gibt es immer auf den jeweiligen Produktseiten rechts unten zum Download. U.a. zum Clipmax, Flaschen mit Abziehfolie, wiederverschließbare Flasche, Bioreaktor, Bioreaktor mit Septum, Zellkultur-Röhrchen, Auseinanderbaubares Rack.
Webseite

Faust Lab Science GmbH vertreibt alle TTP-Produkte wie Flaschen, Schalen, Multiwells, Röhrchen etc. in Deutschland. Weitere Angaben findet man bei TPP direkt auf der Seite.

 

 

Greiner Bio-one

Produktionsorte Deutschland (Flaschen), Ungarn (Schalen), sonst auch Österreich, UK, Thailand, Brasilien, USA

Greiner BioOne  

Zellkultur-Flaschen

CellView Schalen Mikroskopie

Greiner CellView Slide Mikroskopie

Kryo- und Biobanking

ThinCert Transwells

EASYstrainer Zellsiebe

Cell reactors

QMS QM-System nach EN ISO 13485:2012 und DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert, einige Produkte z.B. Kryoröhrchen sind CE-gekennzeichnet.
Rohstoffe PS: USP class 6
Produkte

CELLSTAR® Zellkultur-Flaschen, -Schalen, -Röhrchen, -Microplatten und -Multiwell Platten,

CELLCOAT® proteinbeschichtete Zellkultur-Gefäße,

Cryo.s™ Kryo-Röhrchen mit CE/IVD Kennzeichnung,

CELLview™ Schalen, Gefäße für die Lebendzellmikroskopie (live cell imaging),

CELLview™Slides, Objektträger für die Mikroskopie,

ThinCert™ Zellkultureinsätze für die Co-Kultur und Migrations- und Transportstudien,

EASYstrainer™ Zellsiebe (= cell strainer),

CELLreactorTM,

Serologische Pipetten, Rollerflaschen und Zellschaber.

Oberflächen Überwiegend negative Ladungen: Carboxy- und Hydroxygruppen und bei Advanced TCTM Produkten eine nicht näher erläuterte Polymermodifikation.
Beschichtete Gefäße Poly-L-Lysin, Poly-D-Lysin, Collagen Typ I, Fibronectin, Laminin. Beschichtungsproteine sind bisher alle tierischer Herkunft.
Preisniveau Mittel bis hoch für spezielle TC Oberflächen.
Bekannte Vorteile
  • Sehr guter technischer Kunden-Support.
  • Die Advanced TCTM Oberflächen unterstützen bei manchen Zelllinien und Primärzellen die serumfreie bzw. animal-component-freie Zellkultur ohne Beschichtung (coating).
  • Auf Advanced TCTM Platten ist teilweise eine erhöhte Transfektionsrate zu beobachten.
  • Advanced TCTM für verschiedene Primärzelltypen getestet (s.u.).
Bekannte Nachteile Um eine Preisübersicht zu erhalten, muss man sich registrieren und auf die Freigabe warten.
Weitere Informationen Greiner Veröffentlichung zu Advanced TCTM Produkten.
Webseite Produkte

 

Nunc (Thermo Scientific)

Produktionsort Hauptsächlich Dänemark und teilweise USA.

Ventilierte Flasche Nunc

Unventilierte Flasche Nunc

QMS Produktion Roskilde: ISO13485:2003; manche Produkte sind CE-gekennzeichnet (LabTek, Kryoröhrchen, Zentrifugenröhrchen) oder IVF-geeignet (ICSI Schalen).
Rohstoffe USP class 6
Produkte Zellkultur-Flaschen, Schalen, Multiwell-Platten, Gefäße für die Lebendzellmikroskopie (live cell imaging), Transwell-Inserts für Co-Kultur, Kryoröhrchen
Oberflächen Negative Oberflächen, hauptsächlich Carboxylgruppen auf Nuclon™ Δ. Flaschen und Schalen für Suspensionszellen sind unbehandelt. HydroCell Gefäße sind mit hochhydrophilen Polymeren beschichtet, die die Adhäsion verhindern soll.
Getestet an

Verschiedene Tests wurden durchgeführt an:

  • PCE: primary chick embryo cells
  • HEL 299 (ATCC CCL 137): humane, männliche Linie abgeleitet von emryonalem Lungengewebe, Fibroblasten-ähnlich
  • V79-4 (ATCC CCL93): Hamsterzelllinie (männlich) aus Lungengewebe abgeleitet.
  • L929 (ATCC CCL 1): Mausfibroblasten-zelllinie (ursprünglich aus normalem subkutanem areolarem und adipösem Gewebe einer männlichen C3H/An-Maus abgeleitet).
Beschichtete Gefäße  Poly-D-Lysin und Collagen 1.
Preisniveau  
Bekannte Vorteile  
Bekannte Nachteile  
Weitere Informationen Neue Produktlinie bei der adhärente Zellen durch Temperaturänderung abgelöst werden = UpCell® statt sie zu trypsinieren. Allerdings ist eine Abkühlung auf ca. 20°C erforderlich.
Webseite Nunc Zellkulturprodukte

 

BD

Produktionsorte Außerhalb Europas

 

 

 

 

 

QMS ISO9001:2008
Rohstoffe PS: keine Angabe
Produkte

Zellkultur-Flaschen, Schalen, Multiwellplatten, Zellkultureinsätze = Transwell Inserts für die Co-Kultur, Gefäße für die Lebendzellmikroskopie (live cell imaging).
Coating-Proteine.

Oberflächen Verschiedene Produkte: Negative Ladungen (Falcon) und Mischung aus negativen und posítiven Ladungen (Primaria).
Beschichtete Gefäße Poly-L-Lysin, Poly-D-Lysin, Collagen Typ I und Typ IV, Fibronectin, Laminin, Matrigel, Mischungen aus verschiedenen Molekülen BioCoat). Beschichtungsproteine sind bisher alle tierischer Herkunft. Zusätzlich aus synthetische Peptide die Fibronektin und Kollagen nachahmen (PureCoat).
Preisniveau Mittel bis hoch für spezielle TC Oberflächen.
Bekannte Vorteile
  • Synthetische Coating-Peptide bisher nur von BD.
  • Matrigel-gecoatete Gefäße
Webseite Produkte