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Primärzellkultur Basiskurs

Inhalte & Lernziele

Primärzellen haben durch ihre große Vergleichbarkeit mit Zellen im Gewebe eine hohe biologische Relevanz und lösen in der Forschung und zunehmend auch im pharnazeutischen Bereich Zelllinien in als Modellsystem ab. Allerdings sind primäre Zellen auch anspruchsvoller und sensibler als Zelllinien. Daher können Fehler bei Routinetätigkeiten zu niedrigen Anheftungsraten oder zu verlangsamtem Wachstum führen. Stress durch falsche oder grobe Handhabung kann die Ergebnisse von Experimenten beeinflussen und die Reproduzierbarkeit herabsetzen. In diesem Kurs lernen Sie die kritischen Schritte kennen und lernen, diese zu optimieren. Außerdem werden die wichtigsten Techniken zur Isolierung und Aufreinigung von primären Zellen aus humanem Gewebe vorgestellt: Explantattechnik und enzymatische Isolationstechnik werden exemplarisch vorgestellt. Wir unterstützen Sie mit nützlichen Tipps und Tricks und erläutern wie Sie Kontaminationen mit Fremdzellen vermeiden bzw. identifizieren.

Alle Zellkultur-Seminare gehen auch auf das trouble shooting ein. Im Kurs haben Sie natürlich die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Ihre aktuellen Probleme und Projekte zu diskutieren.

Primärzellkultur Basiskurs Training

Auch nach dem Kurs stehen wir Ihnen für Fragen zur Verfügung oder unterstützen sie mit einer Beratung. Vergleichen sie auch mit unserem Kursen im Bereich Zellkultur Qualitätsmanagement.

 

Themen des Theorie-Seminars

  • Einführung in die Primärzellkultur
  • Routinemethoden und ihre Besonderheiten in der Primärzellkultur
  • Bioethik und Beschaffung von Gewebe
  • Isolation, Aufreinigung und Charakterisierung von primären Zellen
  • Wachstumskurven und Kontrolle von primären und autologen Zellen
  • Kontaminationen in der primären Zellkultur
  • Trouble Shooting
 

Themen des Praxisanteils des Kurses

  • Auftauen und Subkultivieren von primären Zellen
  • Enzymatische Isolation von primären Zellen
  • Herstellung von Explantaten
  • Aufreinigung von Zellen mittels beads-Technologie
  • Morphologische Kontrolle
  • Kontaminationen erkennen und differenzieren
 

Erweiterungstehemen bei In-house Schulungen

Die Inhalte der Theorie- und Praxisteile können an Ihre spezifischen  Fragestellungen, Probleme, Assays oder Zelltypen angepaßt werden. Weitere oder andere Themen könnten sein:

 

Hintergrund-Informationen zum Thema

Vorab schon interessant sind evt. folgende Seiten:

 

Zielgruppe

Alle Labormitarbeiter und Laborleiter, die noch nicht oder nicht lange mit Primärzellen arbeiten. Bei Bedarf kann der Kurs auch auf Quereinsteiger (Fachfremde) ausgerichtet werden. Darüberhinaus eignet sich der Kurs als qualifizierende Fortbildung für TAs und promoviertes Laborpersonal, die im Pharmabereich eine Stelle suchen.

 

Dauer der Fortbildung

Die Regeldauer beträgt 2 Tage.

Je nach Kundenvorgabe kann ein In-house auf 2 bis 4 Tage zugeschnitten werden. Bei längeren Kursen ist der Anteil an interaktiven Diskussionen größer und verwandte Themen können bearbeitet werden. Firmenrelevante Themen können als Workshop bei längeren Kursen detaillierter bearbeitet werden. Ihre besonderen Wünsche und Anforderungen besprechen wir vorab in einem zwanglosen und unverbindlichen Telefonat. Unsere Kontaktdaten finden Sie hier.

 

Ort des Trainings

Diesen Kurs führen wir gerne in ihren Räumen durch

  • In-house Kurse: wir kommen zu Ihnen - die Wahl für mehrere Personen aus einem Unternehmen

 

Trainingsarten: Theorie und Praxis

Um ein effektives Lernen zu fördern, versuchen wir immer Theorieteile und Praxisteile in einem Kurs miteinander zu kombinieren. So kann das neu Erlernte im Labor direkt in die Praxis umgesetzt werden. Feed-back und praktische Übungen helfen dabei, den Lernerfolg zu vertiefen und direkt in Abläufe zu integrieren. Wenn sie jedoch Ihren Mitarbeitern und Kollegen schnell einen Überblick über viele Themen geben wollen, können diese Themen auch in einem Theorie-Seminar interaktiv bearbeitet werden.

  • Theorie: In-house Schulungen
  • Praxis: In-house Schulungen

 

Vorteile von In-house Schulungen

  • Ab 4-5 Teilnehmern ist eine In-house Schulung günstiger
  • Ihre Mitarbeiter müssen nicht reisen
  • Das Trainingskonzept wird individuell für sie zusammengestellt und an Ihre Ziele und Mitarbeiter angepasst
  • In Praxisschulungen kann Ihr Assay im Kurs durchgeführt werden, dies hilft beim trouble shooting
  • Alle Mitarbeiter Ihrer Abteilung sind an der Entwicklung neuer Standards aktiv beteiligt. Dies erhöht die Compliance
  • Die Praxisteile finden in Ihren Laboren statt und alle Ergebnisse sind direkt übertragbar
  • Optimierungsvorschläge sind so auch bei Räumen und Abläufen möglich

 

Termine und Preise

Für In-house Schulungen kontaktieren sie uns gerne per mail oder telefonisch, dann erstellen wir Ihnen ein individuelles Angebot, das sich nach den Inhalten und der Dauer des In-house Kurses richtet. Bereits ab 4-5 Teilnehmern ist ein In-house-Kurs günstiger als die individuelle Schulung ihrer Mitarbeiter durch Teilnahme an offenen Fortbildungen. Den Termin der Schulung sprechen wir natürlich mit Ihnen ab. Generell kann ein Kurs innerhalb von 4-8 Wochen nach dem Erstkontakt bei Ihnen durchgeführt werden. Ihre besonderen Wünsche und Anforderungen besprechen wir vorab in einem zwanglosen und unverbindlichen Telefonat. Unsere Kontaktdaten finden Sie hier.

Die Kursgebühr bei In-house Schulungen beinhaltet die Schulungsunterlagen im Farbdruck, ein Teilnahme-Zertifikat sowie die Reise- und Hotelkosten der Dozentin oder des Dozenten.

 

Kursstruktur und Planung:

  • Kursbeginn (am ersten Tag) 09:00 Uhr
  • Kursende (bei eintägigen Kursen) ca. 17:00
  • Kursende (bei mehrtägigen Kursen bis zum vorletzten Tag) ca. 17:00 Uhr
  • Kursende (bei mehrtägigen Kursen am letzten Tag) ca. 16:00 Uhr

 

Dozentin

Dr. Nicole Kühl hat an der TU Karlsruhe und der Universität Bremen Biologie studiert. Sie promovierte 1999 als Zell- und Molekularbiologin über Zellzyklus und Hitzeschockproteine. Danach wechselte sie an das Akademische Krankenhaus Groningen, Niederlande. Dort spezialisierte sie sich auf therapieorientierte Multiple Sklerose-Forschung und begann mit primären Gliazellen zu arbeiten. Dies setzte sie an der Jacobs University Bremen fort, wo sie ab 2003 eine Arbeitsgruppe hatte und als Dozentin  „Biochemistry and Cell Biology“ unterrichtete. Von 2008 bis 2011 war Dr. Nicole Kühl die Leiterin der PromoCell Academy und Dozentin für Zellkultur- und QM Kurse. Seit 2012 ist sie als selbstständige Dozentin und Beraterin im Bereich Zellkultur QM und GMP tätig und betreibt die das Trainings-Portal www.InCelligence.de. Sie berät pharmazeutische Unternehmen und Hersteller von Inkubatoren, Zellzählgeräten und Verbrauchsmaterialien. Seit 2016 ist Dr. Kühl external Head of QA der ANOVA IRM GmbH. Dort hat sie eine Herstellerlaubnis nach §13 AMG sowie eine Erlaubnis nach § 20b, c AMG für 2 stammzell-basierte Arzneimittel (BMC und Sekretom aus mesenchymalen Stammzellen, RPDA 2018) erwirkt. Dr. Kühl war Mitglied im DIN Arbeitskreis Biorektoren für das Tissue Engineering. Lernen Sie sie in einem MOOC Video kennen.

oder

 

Dozent

Priv.-Doz. Dr. Rüdiger Arnold studierte Biologie in Gießen und arbeitete danach als Postdoktorand am Max-Planck-Institut für Physiologie und Klinische Forschung in Bad Nauheim. Im Anschluss wechselte er ins Deutsche Krebsforschungszentrum und habilitierte an der Medizinischen Fakultät der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg im Fach Immunologie. Dort beschäftigte er sich mit der Aktivierung, Differenzierung und Apoptose in Leukozyten und bei Lymphomen. Von 2011 bis 2015 leitete er das Schülerforschungslabor des Heidelberger Life-Science Lab am Deutschen Krebsforschungszentrum. Gegenwärtig ​lehrt er an der Universität Heidelberg und ist ​als Dozent ​bei biowissenschaftlichen Weiterbildungsprogrammen tätig. Dr. Arnold hat mehrere Jahre Zellkultur, Zellanalyse und Mikroskopiekurse für die PromoCell Academy Heidelberg gegeben. Seit 2020 gibt er Seminare und Kurse für InCelligence.

 


 


 

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