Welche Cell Counter gibt es? – Automatische Zellzählgeräte – eine Übersicht
Auf dem Markt stehen heute zahlreiche automatisierte Zellzählgeräte mit unterschiedlichen Messprinzipien zur Verfügung. Zu den optisch bzw. mikroskopisch arbeitenden Systemen gehören unter anderem 4Bio CellCount Pro, LUNA-II, LUNA-FX7, LUNA-FL, LUNA-STEM, CellDrop BF und FL, Cellometer Mini, Cellometer Spectrum, Cellometer K2, Cellometer Ascend, TC20, Exact BF und FL, Countess 3 und Countess 3 FL, EVE Plus und EVE HT, NucleoCounter NC-200 (Auslaufmodell; Nachfolger NC-203), NC-202 und NC-250 (Auslaufmodell) sowie ADAM-MC2 und ADAM-CellT. Der Cellometer Auto T4 ist eingestellt; der Cellometer Auto 2000 wurde zum 1. Januar 2025 eingestellt und durch den Cellometer Ascend als aktuelle Alternative abgelöst. Als holographisches System ist unter anderem der Fluidlab R-300 verfügbar. Zu den kapillar- bzw. impedanzbasierten Zellzählern zählen beispielsweise CASY, Ampha Z40, Multisizer 4e und Scepter 3.0. Für höhere Anforderungen und automatisierte Anwendungen steht außerdem Vi-CELL BLU zur Verfügung; der Cedex HiRes Analyzer ist seit Mitte 2026 nicht mehr bestellbar.
Seit einigen Jahren ist die automatisierte Zellzählung auf dem Vormarsch und entwickelt sich zumindest in der Industrie zum aktuellen Stand der Technik. Warum das so ist, liegt an den Vorteilen des automatisierten Zählens gegenüber der Zählung in der Neubauer-Kammer oder Thoma-Kammer.

Derzeit gibt es sehr viele automatisierte Zellzählgeräte. Diese Übersicht soll dabei helfen, einen Überblick über die Geräte zu erhalten.
Diese InCelligence-Seite beinhaltet:
- Wobei soll Ihnen diese Seite helfen?
- Welche Geräte gibt es für die automatisierte Zellzählung?
- Welche Vorteile hat die automatisierte Zellzählung?
- Welche Nachteile hat die automatisierte Zellzählung?
- Kaufkriterien – welcher Zellzähler ist für wen am besten geeignet?
- Welche optischen / mikroskopischen Zellzähler gibt es?
- Wie messen Hellfeld-Mikroskopie-basierte Zellzähler?
- Welche kammerbasierten Zellzählgeräte mit Fluoreszenz gibt es? – Vergleich
- Welche Kapillarsystem-Counter auf Trypanblau-Basis gibt es? – Vergleich
- Welche Durchflusszytometer mit Zählfunktion gibt es?
- Vergleich Kapillarsysteme mit Coulterprinzip
- Weiterführende Informationen zur Zellzählung
InCelligence-Kurse zum Thema:
Kurzübersicht / Marktübersicht Anbieter von Zellzählgeräten und Countern
Wobei soll Ihnen diese Seite helfen?
Auf dieser Seite versuchen wir Ihnen einen Überblick über die automatisierte Zellzählung zu geben und stellen einen Vergleich der Anbieter von Countern vor. Für diejenigen, die einen Counter kaufen möchten, wollen wir auf Vorteile und Nachteile hinweisen und Hilfestellung bei der Auswahl eines Zellzählgeräts leisten. Natürlich können wir nur die Informationen zur Verfügung stellen, die wir von Herstellern und Nutzern bekommen. Wenn Sie mit Ihrem Counter positive oder negative Erfahrungen gemacht haben, freuen wir uns auf ihre Rückmeldung oder ihren Kommentar per Mail oder Telefon.
Die Zellzählung ist eine essentielle Grundlage für die Kontrolle des zellulären Wachstums über Wachstumskurven. Eine präzise Zählung ist also eine wirklich wichtige Grundlage in der Zellkultur. Daher sind Zählungsmethoden und Zellzählgeräte (Counter) Thema in unserem Zellkultur Basiskurs und in den Fortbildungen Zellkultur Bioassays und QM in der Zellkultur.
Welche Geräte gibt es für die automatisierte Zellzählung?
Nachfolgend finden Sie eine Übersicht und einen Vergleich verschiedener automatisierter Zellzählgeräte, sog. Counter. Die Auswahl umfasst "einfache" Counter bis hin zu Pharmageräten mit hohem Durchsatz. Optische Zellzähler analysieren Bilder gefärbter Zellen analog zur Neubauer-Kammer. Impedanzgeräte dagegen ziehen Probe auf und analysieren den Stromfluss, in dem Zellen als Widerstand detektiert werden. Viele Geräte können so eine Zellzählung mit einer Vitalitätsbestimmung kombinieren. Manche können auch die Größe der Zellen messen. Bei der Vitalitätsbestimmung muss zwischen klassischen Coulter-Systemen und speziell dafür ausgelegten Verfahren unterschieden werden: Systeme wie CASY nutzen die elektrische Signalverarbeitung gezielt zur Differenzierung von lebenden und toten Zellen, während klassische Coulter-Zähler hierfür nur eingeschränkt geeignet sind.

Welche Vorteile hat die automatisierte Zellzählung?
- Reproduzierbare, personenunabhängige und objektive Messung
- Deutliche Erleichterung, wenn mehrere Proben gezählt werden müssen
- Zusätzliche Messparameter wie Größe, Aggregationsfaktor und Homogenität der Zellen
- Automatische Berechnung der Zellzahl/mL und %-lebendige Zellen
- Potentiell bessere statistische Daten, wenn tatsächlich größere Volumina bzw. mehr Zellen oder Bilder ausgewertet werden
- Zum Teil Lebend/Tot-Bestimmung der Zellen ohne giftiges Trypanblau
- Je nach Counter sind Kombinationen unterschiedlicher Messmethoden wie fluoreszenzmarkierter Zellen oder Trypanblau-Färbung möglich
- Je nach Gerät besser standardisierbar und für Qualifizierung und Validierung besser dokumentierbar
Welche Nachteile hat die automatisierte Zellzählung?
- Hohe bis mittlere Investitionskosten
- Eventuelle Wartungskosten
- Je nach Gerät günstiges bis teures Verbrauchsmaterial
- Evtl. Dauer der Zählung
Kaufkriterien – welcher Zellzähler ist für wen am besten geeignet?
Einige Zellzahlmessgeräte sind nur für größere Unternehmen oder Pharmaunternehmen geeignet, da die Investitionen und die Kosten für Verbrauchsmaterialien zu hoch sind. Einige günstige Zähler wiederum sind nicht präzise und die Zählkammern sind extrem teuer. Denken Sie also vor dem Kauf eines Zählers nach, rechnen Sie und testen Sie Ihre Favoriten. Die wichtigsten Faktoren sind:
- Kosten des Geräts
- Kosten für Verbrauchsmaterial (Kosten pro Zählung! Manche Kammern haben zwei Zählfelder; bedenken Sie Zweifachbestimmungen)
- Kosten für Wartung, Reparatur, Transportkosten
- Gezählte Menge (Präzision)
- Präzision der Lebend/Tot-Zählungen (beim historischen Muse Cell Analyzer werden Erythrozyten mitgezählt; die Bewertung des Scepter bezieht sich auf das historische Scepter 2.0 und darf nicht auf den Scepter 3.0 übertragen werden)
- Anzahl der Zellen pro mL, die gezählt werden können (wichtig für Primärzellen, Stammzellen)
- Präzision bei der Zählung von Aggregaten (falls zutreffend)
- Back-up-Zählmethode
- Messung der Zellgröße möglich
- Haben Sie andere Fluoreszenzmessungen, die das Gerät durchführen könnte (dann wäre ein FL-Gerät gut)
Welcher Counter ist gut, wenn ich viel oder wenig zähle? Wie viel zählen Sie?
Für ein durchschnittliches Forschungslabor mit 20-40 Zählungen pro Woche ist wahrscheinlich ein Trypanblau/Erythrosin-B-Kammerzähler die beste Wahl. Diese sind ausreichend, genau genug und erfordern keine Wartung. Beim historischen Scepter 2.0 sollte man sich nicht allein vom niedrigen Gerätepreis leiten lassen: Das Verbrauchsmaterial lag zum Zeitpunkt unserer Recherche bei etwa 2,5 Euro pro Zählung. Wenn Sie viel zählen, summiert sich der Preis der Kammern (historisch etwa 40 ct bis 2,5 Euro pro Zählung, je nach System). Jetzt werden Geräte ohne Zählkammer interessanter. Auf der anderen Seite ist zu prüfen, welche tägliche Pflege die kammerlosen Geräte benötigen: Reinigung, Lagerung etc. Die Bewertung des Scepter 2.0 wird nicht auf den aktuellen Scepter 3.0 übertragen.
Wenn Sie in einer pharmazeutischen Core Facility 40 Mal pro Tag zählen, werden automatisierte Geräte mit hohem Durchsatz und hoher Zählgeschwindigkeit immer wichtiger. Auch kammerlose Systeme sind jetzt eine Alternative, die man sich ansehen sollte. Bei den historischen Systemen Vi-CELL XR und Cedex HiRes waren hohe Wartungskosten ein relevanter Faktor; bei aktuellen Nachfolgern bzw. Alternativen sollten die aktuellen Wartungs- und Servicekosten neu geprüft werden. Für einen regulierten Einsatz sind insbesondere Qualifizierung, Validierung, Datenintegrität und – soweit elektronische Aufzeichnungen bzw. Signaturen betroffen sind – die Unterstützung der Anforderungen von 21 CFR Part 11 relevant. Fragen Sie bei Bedarf auch nach der dafür vorgesehenen Software- und Validierungsunterstützung.
Welche Counter sind am präzisesten? Wie genau muss die Zählung sein?
Zählen ist wie jede Methode nur so gut, wie der Probenumfang groß ist. Je mehr Volumen Sie zählen, desto besser ist die Präzision (Statistik). Prüfen Sie also das gezählte Volumen (nicht das Volumen der Zählkammer) für den Counter, an dem Sie interessiert sind. Prüfen Sie auch, ob Doppel- oder Dreifachzählungen mit nur einer Kammer/Probe möglich sind. Beachten Sie auch, dass Sie bei einigen Geräten wie dem ViCell die Anzahl der Zählungen/Bilder verringern können. In diesem Fall erfolgt die Zählung schneller, aber weniger genau. Für pharmazeutische Unternehmen ist Präzision sehr wichtig und sollte ein Hauptentscheidungsargument sein.
Was ist Ihr Ersatzzähler / back-up?
Für den Fall, dass Ihr Zähler kaputt geht, blockiert wird oder ähnliches, brauchen Sie eine Ersatzmethode. Im Rahmen des GMP muss diese Methode als vergleichbar validiert werden. Logischerweise ist der einfachste Weg ein Trypanblau-Zähler und eine Neubauer-Kammer als Backup.
Welche optischen / mikroskopischen Zellzähler gibt es?
Was ist ein optischer Counter?
Grundsätzlich handelt es sich bei den optisch basierten Zellzählern um kleine, automatisierte und für den Zweck optimierte Mikroskope. Die Zellen werden in eine Zählkammer oder Durchflusszelle injiziert und mit Hilfe einer digitalen Kamera und intelligenter Bildauswerte-Software ausgewertet.
Welche Arten von optischen Countern gibt es?
Die auf dem Markt befindlichen Geräte (Counter) unterscheiden sich grundsätzlich in Ihrer Ausstattung.
- Klassische Kammersysteme bei denen der Anwender auf verschiedene Färbemittel wie Trypanblau und Erythrosin B zurückgreift = automatisierte Neubauerzählung.
- Fluoreszenz-Kammersysteme für die Acridinorange/Propidiumiodid (AO/PI) sind auf dem Markt in einer großen Vielfalt erhältlich.
- Injektionssysteme die die Probe in eine innere Zählkammer ziehen.
- Mittlerweile gibt es auch ein Gerät, welches auf holographische Mikroskopie zurückgreift und somit vollkommen auf Farbstoffe verzichtet.
Wie messen Hellfeld-Mikroskopie-basierte Zellzähler?
Diese Geräte verwenden die klassische Methode der Zellzählung. Dabei wird die Probe mit Trypanblau oder Erythrosin B vermischt und analysiert.
Counter die kammerbasiert arbeiten funktionieren eigentlich genau wie die Zählung in der Neubauerkammer. Allerdings macht das Gerät ein oder mehrere Fotos und wertet die Zellen in den Fotos dann automatisch aus. Die Zählkammern kosten ca. 80 ct bis 2,5 Euro. Man sollte also genau vergleichen, was die Geräte und die Einwegkammern kosten und wie viel man zählt.
Diese Auswertung ist nicht ganz trivial und muss für jede Linie eingestellt werden. Daher sollte man sicherstellen, dass man eine gute Einführung bekommt und während dieser auch schon die ersten Messeinstellungen festlegt.
Trypanblau färbt tote Zellen blau an, da ihre Zellmembran für den Farbstoff durchlässig ist, während lebende Zellen nicht angefärbt werden. Da Trypanblau für Zellen toxisch ist, werden auch lebende Zellen angefärbt, wenn die Probe nicht innerhalb eines bestimmten Zeitraums analysiert wird. Daher ist es bei der Auswahl des Zellzählgeräts wichtig, wie schnell nach dem Mischen mit Trypanblau die Probe gemessen wird. Proben, die mit Trypanblau versetzt sind, nicht länger als 5 Minuten stehen lassen, um falsch positive Ergebnisse zu vermeiden.
Erythrosin B färbt tote Zellen rosa/violett an. Wie bei Trypanblau ist die Grundlage die Schädigung der Zellmembran.

Was ist besser für die Zellzählung Trypanblau oder Erythrosin B?
| Trypanblau | Erythrosin B | |
| Was wird gefärbt | Tote Zellen und Serumproteine | Tote Zellen |
| Konzentration des Farbstoffs | Stammlösung häufig 0,4 % = 4 mg/mL; je nach Verfahren Verdünnung z. B. 1:1 bis 1:10 | Verfahrensabhängig; z. B. 0,1 % Stammlösung bei manueller Vitalitätszählung, bei automatisierten Verfahren teilweise niedrigere Konzentrationen |
| Wie schnell werden Zellen nach Beginn des Zelltods als tot erkannt ? Sensitivität | Zeitabhängig; die Probe sollte nach Zugabe von Trypanblau zeitnah ausgewertet werden | Methoden- und zelltypabhängig; keine universelle 1-Minuten-Grenze |
| Farbe der toten Zellen | blau/violett | pink/violett |
| Toxizität | Zelltoxisch; längere Inkubationszeiten können zu falsch positiven Ergebnissen führen | Im Vergleich zu Trypanblau geringere Zelltoxizität; die Eignung hängt von Konzentration und Verfahren ab |
| Toxizität während der Färbung (Risiko für falsch positive). Kann man viele Proben vorbereiten ? | Probe zeitnah auswerten; häufig wird eine Auswertung innerhalb weniger Minuten empfohlen | Standzeit ist methoden-, konzentrations- und zelltypabhängig; längere Standzeiten sind möglich, aber nicht pauschal für jedes Verfahren festlegbar |
4Bio CellCount Pro
| Vertrieb durch | 4BioCell GmbH & Co.KG (Entwickler und Hersteller) und Sales Partner weltweit |
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| Produktionsort | Deutschland | |
| QMS | N.a. | |
| Kategorie | Pharma, Research, Zellkultur, High Throughput, GMP | |
| Bildgebungsverfahren | Hochauflösende Kamera fährt über feststehende Messkammer mit Probe & nimmt 23 Bilder auf, KI-basierte Bildauswertung gibt Messwerte für:
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| Auflösung (px) | Aufnahme von 23 Bildern mit je 1500x1500 px, Abbildung der gesamten Messkammer | |
| Zellzahl/mL | Ja | |
| Viabilität | Viabilität Ja, mit Trypanblau oder alternativem (ungefährlichen) Farbstoff Erythrosin B | |
| Größenverteilung | Ja (als Mittelwert ausgelesen pro Bild und gesamt Mittelwert aus 23 Bildern) | |
| Aggregationsanalyse | Ermittlung der Aggregatsanzahl und -verteilung (2er, 3er, 4er oder größer als 4er Cluster) pro Bild und als Mittelwert aller 23 Bilder |
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| Probenvolumen | 100 µL aus einer Probe und 200 µL für eine Doppelbestimmung einer Probe | |
| Gezähltes Volumen | Pro Bild werden 0,225µl ausgewertet:
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| Messdauer | ca. 2-3 Minuten auch bei hohen Konzentrationen | |
| Messgenauigkeit | Reproduzierbarkeit | Messgenauigkeit < 5% | |
| Zellgröße | 2-40µm | |
| Zellkonzentration | 5x104 – 2x107 Zellen/mL unverdünnt, automatische Verdünnung bis 1:5 direkt on-board möglich | |
| Mehrfachbestimmung | Automatische Doppelbestimmung aus einer Probe möglich | |
| Preis | Listenpreis ca. | |
| Verbrauchsmaterial |
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| Wartung |
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| Einführung | Installation und Einführung im Preis enthalten | |
| GMP konform |
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| Datenanalyse |
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| Computer System &Spezifikation |
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| Vorteile |
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| Nachteile |
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TC20TM Automated Cell Counter von Bio-Rad
| Vertrieb durch | Bio-Rad | |
| Zellzahl/mL | Ja | |
| Lebend/Tot |
Ja, mit Trypanblau |
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| Größe | Ja, als Mittelwert ausgelesen aus einem Foto | |
| Aggregationsfaktor | Nein | |
| Probenmenge | 10 µL pro Zählkammer | |
| Gezähltes Volumen | 0,4 µL pro Zählkammer | |
| Mehrfachbestimmung | Zwei Kammern pro Slide; Doppelbestimmung desselben Samples möglich, die Kammern werden nacheinander gemessen | |
| Messbereich | 6 - 50 µm | |
| Eignung | Zelllinien und nicht zu große Primärzellen (T4) | |
| Messdauer | 30s | |
| Preis | Historischer Listenpreis zum Zeitpunkt unserer Recherche: ca. 3.995 Euro | |
| Verbrauchsmaterial | Mittel (ca. 72ct/Zählung)
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| Wartung | Keine Kalibrierung, Reinigung oder Wartung | |
| Vorteile |
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| Nachteile |
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Welche kammerbasierten Zellzählgeräte mit Fluoreszenz gibt es? – Vergleich
Diese Systeme funktionieren prinzipiell genau wie die Kammersysteme mit Trypanblau. Allerdings werden die Zellen mit Fluoreszenzfarbstoffen gefärbt. Diese Art der Färbung umgeht das Problem der falsch positiven Anfärbung mit Trypanblau wenn die Proben länger stehen. Man kann also mehrere Proben ansetzen, sie länger stehen lassen und dann messen.
Sofern die Geräte grüne Fluoreszenz messen kann man mit ihnen dann natürlich auch Transfektionseffizienzen und ähnliches messen. Diese Funktion schlägt sich aber natürlich deutlich im Preis nieder. Daher sollte man ein solches Gerät nur kaufen, wenn man neben der Zellzählung auch noch Fluoreszenzmessungen regelmäßig macht oder andere Messprinzipien bei den eigenen Zellen schlechte Ergebnisse erzielen.
LUNA-FL™ Dual Fluorescence Cell Counter
| Vertrieb durch | Logos Biosystems | |
| Zellzahl/mL | Ja | |
| Lebend/Tot |
Ja, mit Trypanblau oder (Acridinorange und Propidiumiodid) |
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| Größe | Ja, als Mittelwert ausgelesen aus einem Foto | |
| Aggregationsfaktor | Nein, kann aber Cluster auszählen | |
| Probenmenge | 10 µL | |
| Gezähltes Volumen | Nicht angegeben | |
| Mehrfachbestimmung | Nein | |
| Messbereich | Detektionsbereich 1 - 90 µm; optimaler Bereich 5 - 60 µm | |
| Eignung | Zelllinien und nicht zu große Primärzellen | |
| Messdauer | 30 s | |
| Preis | Listenpreis ca. | |
| Verbrauchsmaterial | Mittel (ca. 50ct/Zählung)
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| Wartung | Keine Kalibrierung, Reinigung oder Wartung | |
| Vorteile |
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| Nachteile |
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NucleoCounterR NC-200 von ChemoMetec (Auslaufmodell; Nachfolger: NucleoCounter NC-203)
Der NC-200 ist laut Hersteller noch bis April 2027 bestellbar; als direkter Nachfolger wird der NC-203 positioniert. Auch der NC-250 ist nur noch bis April 2027 bestellbar. Für NC-200 und NC-250 sind Service, Support und Ersatzteile nach Herstellerangaben bis April 2029 vorgesehen. Für den NC-202 ist derzeit kein entsprechendes End-of-Life angekündigt. Die unten beschriebenen Vor- und Nachteile beziehen sich auf den NC-200. Die Verbrauchsmaterialien von NC-200 und NC-203 sind nicht untereinander austauschbar; der NC-203 verwendet die Via3-Cassette. Die NucleoView-Software des NC-200 wird künftig nicht mehr unterstützt oder weiterentwickelt. Auch beim Nachfolgemodell sollten die Vor- und Nachteile vor dem Kauf erneut geprüft werden, da neue Geräte häufig technisch auf ihren Vorgängermodellen aufbauen, sich aber in wichtigen Eigenschaften unterscheiden können.
Nachteile: sehr teure Kammern, nicht geeignet für Labore die oft zählen, Präzision niedrig
Cellometer Vision von Nexcelom (ersetzt durch Cellometer Spectrum)
Der Cellometer Vision wurde durch den Cellometer Spectrum ersetzt; die Cellometer-Produktfamilie wird heute von Revvity geführt. Die unten beschriebenen technischen Daten sowie Vor- und Nachteile beziehen sich auf den Cellometer Vision. Auch beim Nachfolgemodell sollten die Vor- und Nachteile vor dem Kauf erneut geprüft werden, da neue Geräte häufig technisch auf ihren Vorgängermodellen aufbauen, sich aber in wichtigen Eigenschaften unterscheiden können.
| Vertrieb durch | Nexcelom | |
| Zellzahl/mL | Ja | |
| Lebend/Tot |
Ja, mit Fluoreszenz (Acridinorange/Propidiumjodid) |
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| Größe | Ja, als Mittelwert ausgelesen aus einem Foto | |
| Aggregationsfaktor | Nein, aber kann Cluster zählen | |
| Probenmenge | Ab ca. 25µL | |
| Gezähltes Volumen | Nicht angegeben | |
| Mehrfachbestimmung | Nein | |
| Messbereich | 5 - 60µm | |
| Eignung | Zelllinien und nicht zu große Primärzellen (T4) | |
| Messdauer | 30s | |
| Preis | Historischer Listenpreis des Cellometer Vision zum Zeitpunkt unserer Recherche: ca. 35.000 Euro | |
| Verbrauchsmaterial | Mittel bis teuer (ca. 1 Euro/Zählung)
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| Wartung | Keine Kalibrierung, Reinigung oder Wartung | |
| Vorteile |
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| Nachteile |
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Welche Kapillarsystem-Counter auf Trypanblau-Basis gibt es? – Vergleich
Dieses System stellt eine Mischung aus dem Kapillarsystem und der kammer-basierten Zählung dar. Man braucht keine Zählkammer, aber im Gerät wird wie bei den Systemen unten ein Foto gemacht und ausgewertet. Durch das Einsaugprinzip ist die Genauigkeit geringer als bei den reinen Kapillarsystemen, die die Messpore direkt in der Zellsuspension haben. Durch das automatische Ansaugen und Mischen mit Trypanblau im Gerät, wird das Problem mit der falsch-positiven Anfärbung von Zellen mit Trypanblau bei längeren Standzeiten umgangen.
ViCell Cell Counter (Vi-CELL XR; Nachfolger: Vi-CELL BLU)
Das Vi-CELL XR ist seit Ende 2022 nicht mehr erhältlich; Nachfolger ist das Vi-CELL BLU. Beckman Coulter nennt für das Vi-CELL XR derzeit einen Support-Zeitraum voraussichtlich bis Dezember 2027. Die unten beschriebenen technischen Daten sowie Vor- und Nachteile beziehen sich auf das Vi-CELL XR. Das Vi-CELL BLU benötigt 200 µL Probenvolumen im Normalmodus bzw. 170 µL im Fast Mode; die typische Analysedauer liegt unter 130 s bzw. unter 90 s. Das ausgezählte Volumen wird vom Hersteller in den hier verwendeten Spezifikationen nicht als Gesamtvolumen angegeben. Auch beim Nachfolgemodell sollten die Vor- und Nachteile vor dem Kauf erneut geprüft werden, da neue Geräte häufig technisch auf ihren Vorgängermodellen aufbauen, sich aber in wichtigen Eigenschaften unterscheiden können.
| Vertrieb durch | Beckman Coulter | |
| Zellzahl/mL | Ja | |
| Lebend/Tot |
Ja, mit Trypanblau |
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| Größe | Ja, als Mittelwert ausgelesen aus einem Foto | |
| Aggregationsfaktor | Nein | |
| Probenmenge | Ab ca. 500µL | |
| Gezähltes Volumen | ||
| Mehrfachbestimmung | 1-fach, zweifach und dreifach aus einer Probe | |
| Messbereich | 2-70µm | |
| Eignung | ||
| Messdauer | 150s | |
| Preis | Listenpreis ca. | |
| Verbrauchsmaterial |
Mittel bis günstig:
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| Validierung | Das System unterstützt bzw. erleichtert die Einhaltung von 21 CFR Part 11. Validierungshilfen und validierbares Verbrauchsmaterial sind vorhanden. | |
| GMP Eignung | Ja. Wird in vielen GMP Labors benutzt. | |
| Autosampler | Ja. Durch das Stehen der Probe und das Einsaugen verringert sich jedoch die Präzision und Richtigkeit der Messung. | |
| Vorteile |
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| Nachteile |
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Cedex HiRes Analyzer (seit Mitte 2026 nicht mehr bestellbar; kein direkter Roche-Nachfolger für die Zellzählung)
Der Cedex HiRes Analyzer ist seit Mitte 2026 nicht mehr bestellbar. Roche nennt derzeit keinen direkten Nachfolger für die Zellzähl- und Viabilitätsfunktion des Cedex HiRes. Reagenzien, Verbrauchsmaterialien, Ersatzteile und Application Support sollen laut Roche bis März 2029 verfügbar bleiben. Die unten beschriebenen Vor- und Nachteile beziehen sich daher auf den Cedex HiRes Analyzer. Bei alternativen oder zukünftigen Nachfolgesystemen sollten die Vor- und Nachteile vor dem Kauf erneut geprüft werden, da neue Geräte häufig technisch auf Vorgängermodellen aufbauen, sich aber in wichtigen Eigenschaften unterscheiden können.
| Vertrieb durch | Roche Applied Science | |
| Zellzahl/mL | Ja | |
| Lebend/Tot |
Ja, mit Trypanblau |
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| Größe | Ja, als Mittelwert ausgelesen aus einem Foto | |
| Aggregationsfaktor | Nein | |
| Probenmenge | Ab ca. 300µL | |
| Gezähltes Volumen | Software Version 1.10: hier werden 0.0147 μl / Bild gezählt. 300 Bilder ergeben dann 4.41 μl. Software Version 2.x: hier werden 0.378 μl pro Bild gezählt und somit 4.15 μl ausgewertet, wenn man die Präzision auf sehr hoch setzt (ungefähr 11 Bilder). Die neuere Version ist also nicht präziser, aber die Messung ist schneller. | |
| Mehrfachbestimmung | Über die Anzahl Bilder, die ausgewertet werden. | |
| Messbereich | 2-40µm | |
| Eignung | ||
| Messdauer | Ca. 150s je nach Anzahl der Bilder. | |
| Preis | Listenpreis ca. | |
| Wartungskosten | Historische Angabe zum Zeitpunkt unserer Recherche: Wartung bei Roche ca. 7.000 Euro jährlich über Wartungsvertrag. Hier sollte man sich nach Alternativen umsehen. | |
| Verbrauchsmaterial |
Mittel bis günstig:
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| Validierung | ||
| GMP Eignung | Für den Einsatz in der Qualitätskontrolle bzw. im Herstellungsprozess vorgesehen. Audit Trail zur Unterstützung von 21 CFR Part 11 vorhanden; die konkrete GMP-Eignung hängt von Qualifizierung, Validierung und dem jeweiligen Einsatz ab. | |
| Autosampler | Ja, 1-20 Proben. Durch das Stehen der Probe und das Einsaugen verringert sich jedoch die Präzision und Richtigkeit der Messung. | |
| Vorteile |
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| Nachteile |
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| Weitere Hinweise | Dieses Gerät ist insgesamt preislich eigentlich nur für Pharmakunden oder große Industriekunden geeignet, die durch ihr QMS hohe Ansprüche im Bereich QS haben. |
Erstellt in Zusammenarbeit mit Dipl. Biotech. (FH) Ute Claus.
Welche Durchflusszytometer mit Zählfunktion gibt es?
Mittlerweile gibt es verschiedene Durchflusszytometer, die auch die Zellzahl pro mL und nach Färbung mit DNA-interkalierenden Farbstoffen eine Lebend/Tot Bestimmung machen können.
Sofern man ein Durchflusszytometer braucht, sind diese dann natürlich auch als Zellzählgeräte zu verwenden.
Muse Cell Analyzer - nicht zu empfehlen (zählt Erys mit, schlechter Service) - Nachfolger: Cytek Muse Micro
Der Cytek Muse Micro wurde als nächste Generation auf Basis des ursprünglichen Muse Cell Analyzer eingeführt. Das neue System bietet FSC, SSC und bis zu drei Fluoreszenzkanäle. Die unten beschriebenen technischen Daten sowie Vor- und Nachteile beziehen sich auf das ursprüngliche Muse-Gerät. Auch beim Nachfolgemodell sollten die Vor- und Nachteile vor dem Kauf erneut geprüft werden, da neue Geräte häufig technisch auf ihren Vorgängermodellen aufbauen, sich aber in wichtigen Eigenschaften unterscheiden können.
Der Muse Cell Analyzer ist ein stark vereinfachtes Durchflusszytometer ohne hydrodynamische Fokussierung, das zur Zellzahl-Bestimmung und Vitalitäts-Bestimmung genutzt werden kann.
| Vertrieb durch | Merck Millipore | |
| Zellzahl/mL | Ja, nur nach Färbung | |
| Lebend/Tot |
Ja, nur nach Färbung |
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| Messbereich | 2 - 60µm. Kann durch die Kapillare mit 100µm Durchmesser Probleme bei aggregierenden Zellen und Primärzellisolationen mit größerem Durchmesser ergeben. Bei mehrmaliger Verstopfung muss man die Messkapillare austauschen. | |
| Aggregationsfaktor | Nein. | |
| Mehrfachmessung | Nur manuell, also mehrmals hintereinander Proben nehmen. Mittelwerte müssen dann ebenfalls manuell berechnet werden. | |
| Messdauer | Ca. 2min plus 5min Inkubationszeit pro Probe. Reinigung nach jeder 3. Probe notwendig, um die Messkapillare zu reinigen. | |
| Messgenauigkeit | +/- 10% | |
| Software | Bisher im Handbuch keine Angaben dazu, wie viele Einstellungen man für unterschiedliche Zelllinien und Primärzellen speichern kann. | |
| Preis | Historischer Listenpreis des ursprünglichen Muse Cell Analyzer zum Zeitpunkt unserer Recherche: ca. 14.750 Euro | |
| Verbrauchsmaterial | Ca. 40ct pro Messung bzw. 1,28 Euro (wenn man den dazugehörigen Kit kauft (ohne Reinigungslösung, Austausch der Messkapillare, Standardisierungsbeads). | |
| Wartungskosten |
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| Vorteile |
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| Nachteile |
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Vergleich Kapillarsysteme mit Coulterprinzip
Kapillarsysteme arbeiten ohne Zählkammer. D.h. die Probe wird direkt aus der Zellsuspension entnommen und in einem speziellen Teströhrchen mit vorgelegtem Puffer verdünnt und gemischt.
Im Gerät wird die Probe dann automatisch in eine dünne Messkapillare gesaugt und die Zellen werden beim Eintritt in die Kapillare kontinuierlich im Durchfluss gezählt. Manche Geräte können eine Probe als Zweifach- oder Dreifach-bestimmung zählen, wodurch der Messfehler deutlich verringert wird. Dies ist im Besonderen dann wichtig, wenn man wenige Zellen hat, Wachstumskurven erstellt oder die Zellzählung als Assay nutzt.
Das Zählprinzip der Kapillarsysteme ist das sogenannte Coulterprinzip, wobei das CASY das Prinzip der Signalverarbeitung und - auswertung gegenüber anderen Geräten (Scepter, Coulter Counter) deutlich optimiert hat.
Beim Messen wird in der Probe ein elektrischer Strom angelegt, der von außen nach innen durch die Messkapillare geht und gleichzeitig wird die Zellsuspension durch die Pore in die Kapillare gesaugt.
Wenn nun eine Zelle die Messkapillare passiert, verringert sie proportional zu ihrer Größe den Stromfluss, sie generiert also einen Widerstand. Den Abfall des Stromflusses kann das Gerät messen und daraus berechnen, ob es sich um eine lebende Zelle (groß) oder eine tote Zelle (kleiner, da nur der Zellkern einen elektrischen Widerstand generiert) handelt. Neben der Zellzahl pro mL und der Lebend/Tot-Bestimmung können daraus auch die Größe der Zellen und ein Aggregationsfaktor ermittelt werden.
Das Ergebnis der Messung wird neben den Zahlenwerten wie Mittelwert oder Modalwert und % lebend, auch noch graphisch ausgegeben.
Außerdem kann man weitere Informationen über die Qualität der Einzel-Zell-Suspension und Aggregate gewinnen. Die Peaks werden für jede Zell-Linie vorab getestet und dann werden die Einstellungen gespeichert.
Aufgrund des einfacheren Pulsverarbeitungs- und Auswertungsprinzips der Coulter Counter Z Serie liegen im Histogramm rechts unten die Peaks viel enger aneinander und sind damit durch die Peaküberlagerung natürlich auch schlechter auszuwerten. Klassische Coulter-Zähler sind deshalb für eine präzise direkte Lebend/Tot-Bestimmung nur eingeschränkt geeignet. CASY verwendet dagegen eine spezifische elektrische Signalverarbeitung zur Beurteilung der Membranintegrität und kann damit Zellzahl, Größenverteilung und Viabilität differenzierter auswerten. Für einen Einsatz als QS-relevante Vitalitätsmethode unter GMP muss die jeweilige Methode für den konkreten Zelltyp und Einsatzzweck qualifiziert bzw. validiert werden.
the size of the passing cell. Thus, the concentration (number) of cells in the solution and the volume of the individual cells can be determined simultaneously.
Coulter Counter Ergebnis = keine korrekte Vitalitätsmessung

CASY Ergebnis = Vitalitätsmessung funktioniert

ScepterTM 2.0 Cell Counter (eingestellt; Nachfolger: Scepter 3.0) (unpräzise, anfällig, teures Verbrauchsmaterial)
Der Scepter 2.0 wurde eingestellt; Merck bezeichnet den Scepter 3.0 als direkten Nachfolger. Für den Scepter 3.0 werden mindestens 100 µL Probenvolumen benötigt; 50 µL werden während der Messung in den Sensor eingezogen. Das tatsächlich ausgezählte Volumen wird vom Hersteller in den hier verwendeten Angaben nicht separat ausgewiesen. Die unten beschriebenen technischen Daten sowie Vor- und Nachteile beziehen sich auf den Scepter 2.0. Auch beim Nachfolgemodell sollten die Vor- und Nachteile vor dem Kauf erneut geprüft werden, da neue Geräte häufig technisch auf ihren Vorgängermodellen aufbauen, sich aber in wichtigen Eigenschaften und Verbrauchsmaterialien unterscheiden können.
Das historische Scepter 2.0 sieht aus wie eine Pipette, funktioniert wie ein Miniatur-Kapillarzähler, braucht aber sehr ausgeklügeltes, teures Verbrauchsmaterial. Hier muss man also genau überlegen, wie viel man zählt. Außerdem ist die Genauigkeit des miniaturisierten Systems natürlich geringer. Ein Gerät für Labore, die extrem wenig zählen und keine Doppelbestimmungen machen. Die nachfolgenden technischen Daten sowie Vor- und Nachteile beziehen sich ausschließlich auf das Scepter 2.0; der aktuelle Scepter 3.0 muss separat bewertet werden.
| Vertrieb durch | Merck Millipore | |
| Zellzahl/mL | Ja | |
| Lebend/tot |
Nur nach Auswertung am Computer, ohne Trypanblau |
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| Größe | Ja, nur als Mittelwert | |
| Aggregationsfaktor | Nein | |
| Probenmenge | Ab ca. 500µL | |
| Gezähltes Volumen | ||
| Mehrfachbestimmung | Nein bzw. nur mit neuer Kapillare | |
| Messbereich | 1-120µm | |
| Eignung | Hefen, Zelllinien, Blutzellen, Primärzellen | |
| Preis | Historischer Listenpreis des Scepter 2.0 zum Zeitpunkt unserer Recherche: ca. 3.367 Euro | |
| Verbrauchsmaterial |
Teuer (2,5-2,7 Euro pro Messung)
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| Vorteile |
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| Nachteile |
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CASY TTC (und alle anderen Modelle)
Bekannte Nachteile: Unsere Erfahrung und Kundenrückmeldungen: extrem schlechter und langsamer Service, wenig kundenfreundlich.
Weiterführende Informationen zur Zellzählung
Weitere Informationen zu den Grundlagen, zur praktischen Durchführung und zur Auswahl geeigneter Zellzählmethoden finden Sie auf unseren ergänzenden Seiten:
- Zellzählung – Übersicht – Vergleich manueller und automatisierter Zellzählverfahren sowie Überblick über Messprinzipien, Vor- und Nachteile und Anbieter.
- Manuelle Zellzählung in der Zählkammer – Praktische Anleitung zur Zellzählung mit Neubauer- und anderen Zählkammern einschließlich Hinweisen zu typischen Fehlerquellen und Trouble Shooting.
- Bioassays – cell-based Assays – Hintergrund zu zellbasierten Assays, bei denen eine präzise und reproduzierbare Zellzählung eine wichtige Voraussetzung für standardisierte Zellzahlen und vergleichbare Versuchsergebnisse ist.






