Was sind Igel-Tanreks (Echinops telfairi)?
Bei diesen süßen kleinen Wesen handelt es sich um "Kleine Igel-Tanreks" (engl. Tenreks). Sie leben eigentlich auf Madagaskar, klettern dort auf Bäumen umher und ernähren sich von Wirbellosen (Insekten, Maden, Würmer).
Die Tenreks sind eine Familie aus der Ordnung der Tenrekartigen (Afrosoricida), die als direkte Verwandte der Tenreks die Otterspitzmäuse (Potamogalidae) und als beiden nahe verwandt die Goldmulle (Chrysochloridae) enthält. Die Tenrekartigen wiederum gehören zur Überordnung der Afrotheria, einer der vier Hauptlinien innerhalb der Höheren Säugetiere. Die Afrotheria stellen eine Verwandtschaftsgruppe aus überwiegend in Afrika beheimateten oder ursprünglich von dort stammenden Tieren dar. Ihre Zusammengehörigkeit beruht vor allem auf genetischen Untersuchungen, das Aussehen ist sehr unterschiedlich. Eine der nächsten Verwandtschaftsgruppen sind bezeichnenderweise die heutigen Elefanten, die Schliefer und die Seekühe.
Tanreks sehen auf den ersten Blick aus wie Igel, sind aber keine und sie verhalten sich auch nicht so. Sie können sich extrem flach machen, durch Spalten kriechen und überstehen auch einen Fall vom Baum ziemlich gut. Sie sind Raubtiere, haben ziemlich lange Reißzähne und können damit herzhaft zubeißen.

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Weiterführende Informationen:
Was machen Tanreks auf einer Trainingsplattform?
Dr. Nicole Kühl engagiert sich neben ihrer professionellen Arbeit auch sozial und im Tierschutz. Diese Bilder stammen aus einem Ihrer Tierrettungsprojekte. Ein weiteres ihrer Projekte war die Naturschutzjugend, die hier auch verlinkt ist. Die Informationen werden hier gepostet, weil sie wie viele der anderen Links einfach nützlich sein können. Wir sind ja auch ein Serviceportal!
Ein-Igeln und Ausigeln
Ab und an muss sich jeder mal abschotten, aber irgendwann sollte man sich auch wieder öffnen. Die Igeldame Buffy macht's vor, als sie erkennt, dass es nur eine harmlose Kontrolluntersuchung werden soll.



Tanreks klettern gerne und brauchen Bewegung
Daher sollten die Terrarien Raum und Klettermöglichkeiten bieten. Raues Holz oder Drahtgitter eignen sich besonders gut für Klettertouren und Laufräder, an denen die Tanreks nicht mit den Krallen hängen bleiben können, erlauben Ausdauertraining und Beschäftigung.
Ein bisschen Grün zur Deko gefällt dem Betrachter und die Tanreks haben Spaß beim Erkunden.






Erwachsene Tanreks
Ausgewachsene Tanreks sind ca. 160 bis 220 g schwer und passen ziemlich gut in eine Hand. Sie sind nachtaktiv und halten Winterschlaf, wenn sie dick genug sind. Da sie ihre Körpertemperatur nicht gut regeln können, sondern diese der Außentemperatur anpassen, brauchen sie im Terrarium Wärmesteine oder Lampen. Auf diesen ruhen sie sich gerne aus oder halten ein Nickerchen. Aufgewärmt dagegen sind sie sehr agil.









Tanrek-Hygiene ohne Desinfektionsmittel
Tanreks lieben frische Sandbäder und reinigen sich darin ausgiebig ihr Stachelkleid. Das geht allein aber auch zu zweit oder zu dritt.
Tanrek-Nachwuchs
Tanrek-Nachwuchs ist unfassbar niedlich und die Kleinen wachsen enorm schnell. Um zu kontrollieren, ob alle Jungen ausreichend gesäugt werden, wurden die Kleinen anfangs fast täglich und später in größeren Abständen gewogen. Dabei wurden dann auch diese Bilder gemacht, um die Entwicklung festzuhalten. Tanreks kommen blind und ohne Stacheln auf die Welt. Aber schon nach 2 Tagen fangen die Stacheln an zu wachsen und man kann tatsächlich fast zusehen, wie diese länger werden. Nach ca. 10 Tagen öffnen sie die Augen und sind dann sofort damit beschäftigt die Umgebung zu erkunden und zu klettern.





































































Tanrek Ernährung
Tanreks fressen Maden (z.B. Käferlarven, Mehlwürmer, Zophobas) und Insekten (Heuschrecken, Grillen, Heimchen). Im Winter kann man ihnen zusätzlich auch Igelfutter geben, damit sie immer Futter finden, wenn sie zwischendurch aufwachen. Zum Aufpäppeln darf man ihnen Rührei oder Fleischstücke geben. Ab und an fressen sie auch mal ein Mandarinenstück oder beißen in eine Pflanze.






