Zellkultur Bioassays (Basis bis GMP)
Der Kurs Zellkultur-Bioassays vermittelt Grundlagen zum Aufbau, zur Durchführung und zur Qualitätssicherung zellbasierter Assays. Im Fokus stehen Zellmodelle, Assay-Design, Reproduzierbarkeit, relevante Zellkulturparameter sowie Anforderungen von Forschung bis GMP.
Modus: Offen + Inhouse; Typ: Praxis + Theorie
Inhalte & Lernziele
Dieser Praxis-Kurs gibt Ihnen eine umfassende und anschauliche Übersicht über die Etablierung, Optimierung und das Trouble Shooting von Zellkultur-Bioassays. Er ist ausgerichtet auf das Laborpersonal, das diese Assays bereits durchführt oder angelernt werden soll.
Optimale und reproduzierbare Ergebnisse in Zellkultur-Bioassays hängen von vielen Faktoren ab. Die Handhabung der Stammkultur, das Cell Banking, die Standardisierung der Kulturbedingungen, das Zählen und Pipettieren, aber auch die Auswahl von Medien, FCS, Zellkulturplastik und letztendlich des Assaytyps beeinflussen die Ergebnisse im Bioassay. Dieser Kurs vermittelt Ihnen eine umfassende Übersicht über alle Bereiche, in denen Sie durch Standardisierung die Reproduzierbarkeit erhöhen können, und veranschaulicht einprägsam die dahinterliegenden Faktoren. Außerdem vermittelt dieser Kurs das Verständnis dafür, welche einzelnen Faktoren Einfluss auf Bioassays haben können, worauf man achten muss und wie man Assays etabliert, optimiert und Kontrollen durchführt.

Im Praxisteil werden verschiedene Assays und Etablierungstests durchgeführt. Anhand der Ergebnisse werden Fehlerquellen aufgezeigt und überprüft. Alle Zellkultur-Seminare gehen auch auf das Trouble Shooting ein. Im Kurs haben Sie natürlich die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Ihre aktuellen Probleme und Projekte zu diskutieren. Auch nach dem Kurs stehen wir Ihnen für Fragen zur Verfügung oder unterstützen Sie mit einer Beratung. Vergleichen Sie auch mit unseren Kursen im Bereich Zellkultur-Qualitätsmanagement.
Themen des Theorie-Seminars
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Themen der Praxis-Schulung
Im Praxisteil geht es darum, Fehlerquellen bei der praktischen Durchführung zu finden, Verbesserungspotenzial zu identifizieren, aber auch Methoden kennenzulernen, die für die Testung verschiedener Faktoren nützlich sind. |
Hintergrund-Informationen zum Thema
Vorab schon interessant sind evtl. folgende Seiten:
- Infoseite Zellkultur Plastik
- Infoseite Zellkultur Inkubatoren
- Infoseite Zellbanken und Kryokonservierung
- Infoseite Literatur Zellkultur Qualität
- Infoseite Zellkultur Kontaminationen
- Infoseite Mykoplasmen
- Infoseite Mykoplasmentests
Erweiterungsthemen bei In-house-Kursen
Die Inhalte werden bei In-house-Kursen je nach Bedarf und Kundenwunsch angepasst, ergänzt und gekürzt. Weitere Themen könnten z. B. sein:
- Aseptik (Sterile Arbeitstechnik) und Hygiene
- Kontaminationen (inkl. z. B. Mykoplasmen oder Viren)
- GMP für ATMP
- GMP-Grundlagen
- SOP-Grundlagen
- Bioassays
Zielgruppe
Dieser Kurs ist ausgerichtet auf das Laborpersonal, das bereits Bioassays durchführt oder angelernt werden soll. Alle Themen bauen im Standardkurs darauf auf, dass Teilnehmer bereits über solide Kenntnisse in der Zellkultur verfügen und auch bereits mit cell-based Assays gearbeitet haben. Grundlagen der Zellkultur werden nur insoweit vermittelt, als sie direkten Einfluss auf Bioassays haben. Sterile Arbeitstechnik sollte als Grundlage vorhanden sein. Bei Bedarf kann das Niveau jedoch auch auf Anfänger ausgelegt werden. Auch eine Kombination mit Zellkultur-Grundkursen und Zellkultur QM ist möglich. Wenn komplette Neueinsteiger angelernt werden sollen, können das Seminar und der Praxisteil entsprechend angepasst werden.
Dauer der Fortbildung
Die Dauer des offenen Kurses beträgt 3 Tage.
Je nach Kundenvorgabe kann der Kurs für In-house-Trainings auf 2,5 bis 4 Tage zugeschnitten werden. Bei längeren Kursen können akute Probleme oder laborspezifische cell-based Assays als Workshop bearbeitet werden, um ein intensiveres Trouble Shooting zu erreichen. SOPs, Formblätter oder andere gelenkte Dokumente können auf Grundlage einer Geheimhaltungsvereinbarung durchgesprochen, kontrolliert und verbessert werden. Der Praxisteil der Fortbildung kann nach Absprache auf die Assays, die Sie durchführen, abgestimmt werden, wodurch Fehlerquellen oder Optimierungspotenzial gemeinsam und schnell analysiert werden können. Ihre besonderen Wünsche und Anforderungen besprechen wir vorab in einem zwanglosen und unverbindlichen Telefonat. Unsere Kontaktdaten finden Sie hier.
Termine und Preise für offene Kurse in Marl
Anmeldungen für offene Kurse können per E-Mail erfolgen oder rufen Sie uns gern vorab an.
Schulungsort: Hans-Böckler-Berufskolleg in Marl und Haltern am See, Europaschule des Landes NRW, Hagenstraße 28, 45768 Marl
Termin 1: 24. bis 26. November 2026 (Dienstag bis Donnerstag)
Termin 2: 27. bis 29. April 2027 (Dienstag bis Donnerstag)
Kurszeiten: 1./2. Tag 9:00 bis 17:00 Uhr und 3. Tag 9:00 bis 16:00 Uhr
Preis: 1.679 Euro zzgl. MwSt. (1.998,01 Euro inkl. MwSt.)
Die Kursgebühr bei offenen Schulungen beinhaltet die Verpflegung während des Kurses (Kaffee, Getränke, Mittagessen) sowie Schulungsunterlagen im Farbdruck und ein Teilnahme-Zertifikat nach GMP-Vorgaben.
Hotel: Die Unterbringung ist nicht im Preis inbegriffen. Das Montana Parkhotel Marl befindet sich fußläufig ca. 10 min entfernt.
Termine und Preise für In-house-Schulungen
Für In-house-Schulungen kontaktieren Sie uns gerne per E-Mail oder telefonisch, dann erstellen wir Ihnen ein individuelles Angebot, das sich nach den Inhalten und der Dauer des In-house-Kurses richtet. Bereits ab 4–5 Teilnehmern ist ein In-house-Kurs günstiger als die individuelle Schulung Ihrer Mitarbeiter durch Teilnahme an offenen Fortbildungen. Den Termin der Schulung sprechen wir natürlich mit Ihnen ab. Generell kann ein Kurs innerhalb von 4–8 Wochen nach dem Erstkontakt bei Ihnen durchgeführt werden. Ihre besonderen Wünsche und Anforderungen besprechen wir vorab in einem zwanglosen und unverbindlichen Telefonat. Unsere Kontaktdaten finden Sie hier.
Die Kursgebühr bei In-house-Schulungen beinhaltet die Schulungsunterlagen im Farbdruck, ein Teilnahme-Zertifikat sowie die Reise- und Hotelkosten der Dozentin oder des Dozenten.
Vorteile von In-house-Schulungen
- Ab 4–5 Teilnehmern ist eine In-house-Schulung günstiger
- Ihre Mitarbeiter müssen nicht reisen
- Das Trainingskonzept wird individuell für Sie zusammengestellt und an Ihre Ziele und Mitarbeiter angepasst
- In Praxisschulungen kann Ihr Assay im Kurs durchgeführt werden; dies hilft beim Trouble Shooting
- Alle Mitarbeiter Ihrer Abteilung sind an der Entwicklung neuer Standards aktiv beteiligt. Dies erhöht die Compliance
- Die Praxisteile finden in Ihren Laboren statt und alle Ergebnisse sind direkt übertragbar
- Optimierungsvorschläge sind so auch bei Räumen und Abläufen möglich
Kursstruktur und Planung:
- Kursbeginn (am ersten Tag) 09:00 Uhr
- Kursende (bei eintägigen Kursen) ca. 17:00 Uhr
- Kursende (bei mehrtägigen Kursen bis zum vorletzten Tag) ca. 17:00 Uhr
- Kursende (bei mehrtägigen Kursen am letzten Tag) ca. 16:00 Uhr
Ort des Trainings
Wir bieten Ihnen zwei Arten des Trainings an, je nachdem, wie viele Personen geschult werden sollen:
- Offene Kurse: Sie kommen zu uns - die Wahl für Einzelpersonen, Schulungsort: Marl
- In-house-Kurse: Wir kommen zu Ihnen - die Wahl für mehrere Personen aus einem Unternehmen
Trainingsarten: Theorie und Praxis
Um ein effektives Lernen zu fördern, versuchen wir immer, Theorieteile und Praxisteile in einem Kurs miteinander zu kombinieren. So kann das neu Erlernte im Labor direkt in die Praxis umgesetzt werden. Feedback und praktische Übungen helfen dabei, den Lernerfolg zu vertiefen und direkt in Abläufe zu integrieren. Wenn Sie jedoch Ihren Mitarbeitern und Kollegen schnell einen Überblick über viele Themen geben wollen, können diese Themen auch in einem Theorie-Seminar interaktiv bearbeitet werden.
- Theorie: Offener Kurs und In-house-Schulungen
- Praxis: Offener Kurs und In-house-Schulungen
Dozentin
| Dr. Nicole Kühl hat an der TU Karlsruhe und der Universität Bremen Biologie studiert. Sie promovierte 1999 als Zell- und Molekularbiologin über Zellzyklus und Hitzeschockproteine. Danach wechselte sie an das Akademische Krankenhaus Groningen, Niederlande. Dort spezialisierte sie sich auf therapieorientierte Multiple-Sklerose-Forschung und begann mit primären Gliazellen zu arbeiten. Dies setzte sie an der Jacobs University Bremen fort, wo sie ab 2003 eine Arbeitsgruppe hatte und als Dozentin „Biochemistry and Cell Biology“ unterrichtete. Von 2008 bis 2011 war Dr. Nicole Kühl die Leiterin der PromoCell Academy und Dozentin für Zellkultur- und QM-Kurse. Seit 2012 ist sie als selbstständige Dozentin und Beraterin im Bereich Zellkultur, QM und GMP tätig und betreibt das Trainings-Portal www.InCelligence.de. Sie berät pharmazeutische Unternehmen und Hersteller von Inkubatoren, Zellzählgeräten und Verbrauchsmaterialien. Seit 2016 ist Dr. Kühl external Head of QA der ANOVA IRM GmbH. Dort hat sie eine Herstellerlaubnis nach § 13 AMG sowie eine Erlaubnis nach §§ 20b und 20c AMG für zwei stammzellbasierte Arzneimittel (BMC und Sekretom aus mesenchymalen Stammzellen, RPDA 2018) erwirkt. Dr. Kühl war Mitglied im DIN-Arbeitskreis Bioreaktoren für das Tissue Engineering. Lernen Sie sie in einem MOOC-Video kennen. | ![]() |


